Vogelsbergkreis

»Grüne haben den Finger in die Wunden gelegt«

Wenn jemand sein Wahlversprechen gehalten habe, für Ökologie, Nachhaltigkeit und Transparenz einzutreten, dann könnten das die Homberger Grünen für sich in Anspruch nehmen, heißt es in einer Mitteilung. »Diesen Kurs haben wir in den vergangenen fünf Jahren unbeirrt verfolgt. Und das werden wir gemäß unserem Wahlprogramm, das wir in Kürze vorstellen, auch weiter so tun.« Wir sind es, die mit aller Kraft für den Erhalt unserer heimischen Natur, unserer Wälder, Bäume, Hecken und damit der Biodiversität sowie Landschafts- und Erholungsräume kämpfen. Wir haben uns bereits durch Anträge seit 2016 nachweislich für Verkehrsberuhigung und den Schutz der Bürger vor Lärm und Verkehrsgefahren gegen den vorherrschenden politischen Trend eingesetzt, so Fraktionsvorsitzende Christiane Helm. Durch den Antrag zum Beitritt in die Schutzgemeinschaft Vogelsberg seien es die Grünen gewesen, die sich schon 2016 für den Schutz unseres Trinkwassers im Vogelsberg starkgemacht hätten. Durch die Initiierung eines Baulücken- und Leerstandskatasters habe man das Schutzgut Boden in den Fokus gerückt. Es seien die Grünen, »die für ein besseres Ende der A 49 eintreten und am Dannenröder Appell aktiv mitgewirkt haben, so Friedrich Plitzko. Dabei kritisiere man deutlich die Landesgrünen. Wie viele Grüne an der Basis und viele Wähler verurteile man, dass der Bau der A 49 ausgerechnet durch eine grüne Regierungsbeteiligung in Wiesbaden widerspruchslos umgesetzt werde. »Wir kritisieren den Verzicht auf ein Planergänzungsverfahren zur Sicherung des Grundwassers trotz der festgestellten Mängel in der Planfeststellung. Als Grüne vor Ort stehen wir auf der Seite aller Bürger, die den Bau der A 49 durch die Gemarkung und seine Auswirkungen als katastrophalen und verstörenden Eingriff wahrnehmen.« In dieser Situation müsse man zusätzlich erkennen, dass in Homberg seit 2007 von allen politisch Verantwortlichen folgenschwere Fehler gemacht worden seien. Man habe es vollkommen versäumt, für die Schutzgüter Boden, Wald und Wasser einzutreten. Man habe von 2007 bis Dezember 2020 auf sämtliche Einwendungen zum Schutz der Bevölkerung - wie Lärmschutz, Lichtschutz, Verkehrsberuhigung und Schutz vor Baustellenverkehr und -lärm verzichtet.
22. Januar 2021, 22:21 Uhr
Redaktion

Wenn jemand sein Wahlversprechen gehalten habe, für Ökologie, Nachhaltigkeit und Transparenz einzutreten, dann könnten das die Homberger Grünen für sich in Anspruch nehmen, heißt es in einer Mitteilung. »Diesen Kurs haben wir in den vergangenen fünf Jahren unbeirrt verfolgt. Und das werden wir gemäß unserem Wahlprogramm, das wir in Kürze vorstellen, auch weiter so tun.« Wir sind es, die mit aller Kraft für den Erhalt unserer heimischen Natur, unserer Wälder, Bäume, Hecken und damit der Biodiversität sowie Landschafts- und Erholungsräume kämpfen. Wir haben uns bereits durch Anträge seit 2016 nachweislich für Verkehrsberuhigung und den Schutz der Bürger vor Lärm und Verkehrsgefahren gegen den vorherrschenden politischen Trend eingesetzt, so Fraktionsvorsitzende Christiane Helm. Durch den Antrag zum Beitritt in die Schutzgemeinschaft Vogelsberg seien es die Grünen gewesen, die sich schon 2016 für den Schutz unseres Trinkwassers im Vogelsberg starkgemacht hätten. Durch die Initiierung eines Baulücken- und Leerstandskatasters habe man das Schutzgut Boden in den Fokus gerückt. Es seien die Grünen, »die für ein besseres Ende der A 49 eintreten und am Dannenröder Appell aktiv mitgewirkt haben, so Friedrich Plitzko. Dabei kritisiere man deutlich die Landesgrünen. Wie viele Grüne an der Basis und viele Wähler verurteile man, dass der Bau der A 49 ausgerechnet durch eine grüne Regierungsbeteiligung in Wiesbaden widerspruchslos umgesetzt werde. »Wir kritisieren den Verzicht auf ein Planergänzungsverfahren zur Sicherung des Grundwassers trotz der festgestellten Mängel in der Planfeststellung. Als Grüne vor Ort stehen wir auf der Seite aller Bürger, die den Bau der A 49 durch die Gemarkung und seine Auswirkungen als katastrophalen und verstörenden Eingriff wahrnehmen.« In dieser Situation müsse man zusätzlich erkennen, dass in Homberg seit 2007 von allen politisch Verantwortlichen folgenschwere Fehler gemacht worden seien. Man habe es vollkommen versäumt, für die Schutzgüter Boden, Wald und Wasser einzutreten. Man habe von 2007 bis Dezember 2020 auf sämtliche Einwendungen zum Schutz der Bevölkerung - wie Lärmschutz, Lichtschutz, Verkehrsberuhigung und Schutz vor Baustellenverkehr und -lärm verzichtet.

Man habe darauf verzichtet, den Zustand des Straßen- und Wegenetzes zu erfassen, um Beschädigungen durch die Bautätigkeiten später zum Schadensersatz nachweisen zu können. Man habe keine einzige Einwendung erhoben zum Schutz des Trinkwassers. Stattdessen habe man sich währenddessen mit der Ausweisung eines Industriegebietes beschäftigt und der Festsetzung von Bodenpreisen, »die mutmaßlich den Verkauf eigener Ackerflächen betreffen werden«. Daher fordern die Grünen, »dass alle Fraktionen im Homberger Stadtparlament offenlegen, welche Stadtverordneten vom Verkauf ihrer Flächen im geplanten Industrie- und Gewerbegebiet Am Roten Berg profitieren, um Transparenz in die Interessenlage der Politik zu bringen«.

Jetzt, wo das Kind bereits im Brunnen liege, solle ein Rechtsanwalt für die Bürger von Homberg auf den letzten Drücker vor der Kommunalwahl noch das »Schlimmste abwenden«. Auch diese Kosten müssten die Wähler tragen.

»Verständlich, dass einige politische Akteure angesichts dieser eigenen verheerenden Bilanz durch ungerechtfertigte persönliche Angriffe auf die politische Mitbewerberin von sich ablenken möchten«, so Barbara Schlemmer. Denn es seien von Anfang an die Homberger Grünen gewesen, die den Finger in die offenen Wunden der Mehrheitspolitik gelegt hätten. Man rufe dazu auf, mit diesem Gebaren aufzuhören. Man müsse sonst die Frage stellen: »Wie ehrlich und integer sind die Christdemokraten?«

Artikel: https://www.giessener-allgemeine.de/regional/vogelsbergkreis/gruene-haben-den-finger-in-die-wunden-gelegt;art74,721177

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