09. August 2021, 21:57 Uhr

»Grüne Berufe« bleiben attraktiv

09. August 2021, 21:57 Uhr
Frisch geprüfte Landwirtinnen und Landwirte der Berufsschule Alsfeld. FOTO: PM

Für die hessischen Landwirtschaftsauszubildenden des Abschlussjahrgangs 2021 hieß es in den vergangenen Wochen: Geschafft! Nach dreijähriger Ausbildung haben 113 hessische Landwirtschaftsauszubildende erfolgreich ihre Abschlussprüfungen abgelegt. Die Abschlussnoten wurden im Anschluss der Prüfungsausschutzsitzungen, die im Juli an den hessischen Berufsschulstandorten stattfanden, bekannt gegeben. Dazu reisten die Ausbildungsberater und -beraterinnen des Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH) als Geschäftsführung der Prüfungsausschüsse an die landwirtschaftlichen Berufsschulstandorte in Alsfeld, Bebra, Butzbach, Dieburg, Fritzlar, Fulda und Limburg.

Nachdem im Sommer 2020 bundesweit zwar alle Abschlussprüfungen in den Agrarberufen stattgefunden haben, Zwischenprüfungen jedoch nicht, konnten in diesem Jahr alle Abzubildenden wie gewohnt geprüft werden. Die Corona-Pandemie nahm dennoch Einfluss auf die Ausbildungs- und Prüfungsabläufe. So wurden Prüfungsaufgaben aufgrund einzuhaltender Hygienemaßnahmen umgestaltet. Dies betraf beispielsweise den Umgang mit der vom Prüfungsbetrieb gestellten Landtechnik. Für das Land sind die Ausbildungsberaterinnen und -berater des LLH als »zuständige Stelle« unter anderem für die Organisation der Prüfungen in den grünen Ausbildungsberufen verantwortlich.

»Wir sind froh, dass sowohl die Zwischen- als auch Abschlussprüfungen stattfinden konnten. Mit Blick auf die Prüfungsergebnisse scheint die Vermittlung der Ausbildungsinhalte trotz der herausfordernden Rahmenbedingungen im Schuljahr 2020/21 gelungen zu sein«, so Dieter Braun, LLH-Fachgebietsleiter der Zuständigen Stelle für Berufsbildung.

In der Pandemie Online-Unterricht

Während der Berufsschulunterricht für die unteren Klassen im zurückliegenden Schuljahr überwiegend als Onlineunterricht stattfand, wurde der Unterricht der Abschlussklassen weitgehend in Präsenz durchgeführt.

Die Lehrgänge zur überbetrieblichen Ausbildung an der DEULA in Witzenhausen und am LLH-Landwirtschaftszentrum Eichhof in Bad Hersfeld konnten unter Beachtung der Infektionsschutzvorschriften ebenfalls stattfinden, wenn auch verbunden mit höherem Organisationsaufwand.

Dass grüne Berufe weiterhin attraktiv sind, zeigt sich auch in der Entwicklung der Ausbildungszahlen. So lag diese für die grünen Berufe in Hessen, darunter unter anderem für den Bereich Pferdewirtschaft, Gartenbau und Milchtechnologie, im Jahr 2020 bei 1633.

Damit blieb die Nachfrage nach Ausbildungsverhältnissen im Fünfjahresrückblick relativ stabil. Es wurden im Jahr 2016 1642 Auszubildende verzeichnet, mit leichten Zu- und Abnahmen in den Jahren 2017 bis 2019. Die größte Gruppe innerhalb der grünen Ausbildungsberufe machte im Jahr 2020 der Gartenbau aus (819 Auszubildende), gefolgt von Landwirtinnen und Landwirten (390).

»Die grünen Berufe gehören sicher mit zu den abwechslungsreichsten«, so Braun. Fortwährende technische und wirtschaftliche Veränderungen sorgten für ein anspruchsvolles Berufsfeld und stetig neue Herausforderungen. Trotz vielfältiger Herausforderungen im vergangenen Schuljahr blicken die LLH-Ausbildungsberater auf ein erfolgreiches Jahr zurück. »Die Notwendigkeit des Distanzunterrichts ließ in der schulischen Ausbildung völlig neue Unterrichtsmöglichkeiten entstehen«, erklärt Braun.

Gartenbauer größte Gruppe

Dennoch hoffen alle Beteiligten im nächsten Jahr wieder auf mehr Präsenzunterricht mit Feldbegehungen und Exkursionen. »Gleichzeitig wollen wir dafür sorgen, dass sich die neu gewonnen digitalen Unterrichtselemente als fester Bestandteil der Ausbildung zunehmend etablieren«, so Braun.

Die Absolventinnen und Absolventen der Berufsschule Alsfeld in alphabetischer Reihenfolge: Jannik Allendorf (Grebenau), Benjamin Bast (Ulrichstein), Thorben Berg (Rabenau-Kesselbach), Sonja Fröhlich (Lahntal), ? Jan Grein (Alsfeld), Maximilian Hohmann (Wartenberg-Landenhausen), Niklas Jung (Fronhausen), Svenja Isabel Kaiser (Maintal), Philipp Knecht (Hallenberg-Braunshausen), Tobias Lehr (Hungen-Utphe), Jan Leinweber (Gladenbach), Christopher Niggemann (Marburg), Lukas Manuel Pabst (Laubach), Laura Schäfer (Grünberg), Sarah Schmirmund (Ulrichstein), Eva Steinmetz (Reiskirchen), Christian Stroh (Wettenberg), André Wagner (Oberaula-Olberode), Dominik Weicker (Mücke) und Dennis Zudak (Gemünden-Elpenrod).

Als Jahrgangsbeste mit der Abschlussnote »sehr gut« (1,0) wurde Svenja Isabel Kaiser ausgezeichnet.

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