06. Juli 2021, 21:23 Uhr

Großes Interesse an Bauplätzen

06. Juli 2021, 21:23 Uhr
Sitzung mit Aussicht: Der Ortsbeirat Ober-Ofleiden kann seine Treffen am idyllischen Ohmufer absolvieren. FOTO: JOL

An heißen Tagen kann der Ortsbeirat Ober-Ofleiden von einer besonderen Möglichkeit Gebrauch machen. Dann tagt er direkt am Ufer der Ohm, die am Mehrgenerationenhaus vorbeifließt. So ging es dieser Tage um Themen wie das große Interesse an Bauplätzen, Gefahren für Radfahrer und einer Strategie gegen Schlammlawinen.

Der Platz an der Ohm ist auch aus einem anderen Grund passend, schließlich soll dort eine Fläche für Veranstaltungen entstehen. Das alte Pflaster soll durch ein Ökopflaster ersetzt werden, damit Regenwasser besser versickern kann. In Eigenleistung soll die Flutmauer an der Ohm stabilisiert werden, wie Hartmut Dörr erläuterte. Eine Edelstahlwand wird vor die brüchige Betonwand gesetzt.

Ortsvorsteherin Friederike Feyh hat mit dem Bauamt der Stadt abgesprochen, dass die Stadt die Materialkosten übernimmt, wie das bei Bauarbeiten dieser Art üblich ist. Die Mitglieder des Ortsbeirats freuen sich auf den neuen Look für die teilweise abgebröckelte Betonmauer. Am Rand entsteht eine 50 Zentimeter hohe Kante.

14 Bauplätze an der Erbsengasse

Ein weiteres Bauthema stand mit der Beratung über das Baugebiet Erbsengasse an. Ortsvorsteherin Feyh hat bei der Stadtverwaltung erfahren, dass 18 Interessenten für Bauplätze registriert sind. Die Kommune will in der Verlängerung der Erbsengasse auf eigenem Gelände weitere Bauplätze schaffen.

Feyh regt an, ein Regenüberlaufbecken zu errichten. Andreas Planz geht davon aus, dass rund 14 Bauplätze geschaffen werden können. Für Henning Pfeil ist wichtig, bei den Planungen an Parkbereiche zu denken, »damit Landwirte genug Platz zum Durchfahren haben«. Auf jeden Fall wollen die Ortsbeiratsmitglieder in die Planungen eingebunden werden, auch um Fragen der Optik beeinflussen zu können.

Schnell entschieden war die Einladung an das Blasorchester der freiwilligen Feuerwehr Homberg. Die Musiker haben angeboten, zu einer öffentlichen Probe in die Ortsteile zu kommen. Nun will man mit der Ofleidener Feuerwehr einen Termin für die musikalische Veranstaltung festzurren. Das vereinbarte das Gremium mit Christian Schneider von der örtlichen Feuerwehr. »Mit Flaschenbier und Würstchen vom Grill« soll es eine gesellige Zusammenkunft werden. Angepeilt ist ein Termin Mitte Juli.

Eine lebhafte Debatte gab es um den Schutz vor Sturzbächen, die bei starkem Regen aus dem Bereich oberhalb des Friedhofs in den Ort strömen. Feyh hat bei der Stadtverwaltung erfahren, dass Pläne für den Bau eines Regenrückhaltebeckens erstellt werden sollen. Dafür stehen Kosten von bis zu einer Million Euro im Raum.

Das stieß im Ortsbeirat auf Verwunderung. Denn eigentlich würde es reichen, relativ weit oben auf dem betreffenden Weg zwei Querschläge zu bauen. Dann könne das Wasser besser abfließen, und man entlaste die Situation weiter unten. Der Landwirt, der den Acker am Weg bewirtschaftet, habe zugesagt, Raps statt Mais anzubauen, was den Oberboden stabilisiert. Der Ortsbeirat will erreichen, dass die Stadt erst die »kleine Lösung« versucht, bevor ein größerer Betrag ausgegeben wird.

Erst eine günstige Lösung versuchen

Keine Patentlösung hat man im Gremium für mehr Sicherheit auf dem Radweg im Ort. Etwa 50 Meter nach dem Beginn des Radwegs auf der Welckerstraße gebe es eine schlecht einsehbare Kurve, wie mehrere Ortsbeiratsmitglieder bestätigten. Der Radweg wird gut genutzt, da solle die schlecht einsehbare Kurve entschärft werden. Eventuell könne eine Markierung für einen Radweg helfen, regten die Kommunalpolitiker an, damit die Radler am Fahrbahnrand bleiben. Auch im Stadtteil Ober-Ofleiden wird für den Anschluss an das schnelle Galsfasernetz geworben. Die Firma Goetel sei derzeit mit Vertriebsmitarbeitern im Dorf unterwegs, das Unternehmen TNG will wohl in einigen Wochen eine Info-Veranstaltung anbieten.

Das Problem ist dabei, dass nicht klar ist, was geschieht, wenn keines der beiden Unternehmen Vorverträge mit 40 Prozent der Ortsbewohner hinbekommt. Dann kann es sein, dass gar kein Glasfasernetz nach Ober-Ofleiden kommt, fürchten die Mitglieder im Ortsbeirat.

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