Vogelsbergkreis

Glasfaser und Platz für Familien

Bauplätze in Gemünden sind begehrt, und sie werden noch attraktiver durch schnelles Internet. Neues zu Breitband und dem Baugebiet Burg-/Nieder-Gemünden diskutierte Bürgermeister Lothar Bott in der Bürgerversammlung am Donnerstag mit rund 40 Ortsbewohnern. Die Frage, wer zuerst die neuen Breitbandkabel ins Haus bekommt, konnte Bott allerdings nicht beantworten. Das habe ihm die Betreiberfirma TNG nicht mitgeteilt.
29. Oktober 2021, 21:33 Uhr
Joachim Legatis
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Am Rand von Burg-Gemünden (hinten) sollen ab Herbst 2022 etwa 35 Bauplätze entstehen, wie Bürgermeister Bott in der Bürgerversammlung sagte. ARCHIVFOTO: RS

Bauplätze in Gemünden sind begehrt, und sie werden noch attraktiver durch schnelles Internet. Neues zu Breitband und dem Baugebiet Burg-/Nieder-Gemünden diskutierte Bürgermeister Lothar Bott in der Bürgerversammlung am Donnerstag mit rund 40 Ortsbewohnern. Die Frage, wer zuerst die neuen Breitbandkabel ins Haus bekommt, konnte Bott allerdings nicht beantworten. Das habe ihm die Betreiberfirma TNG nicht mitgeteilt.

Er war aber begeistert von der Aussicht, dass nun endlich die digitale Welt in Gemünden Einzug hält. In der Bürgerversammlung unter Leitung von Gemeindevertretungsvorsitzendem Björn Stroh am Donnerstag wies Bott auf den offiziellen Baubeginn für Glasfaser bis in die Häuser am 2. November hin. Nach Angaben des Kommunikationsunternehmens sollen binnen zwölf Monaten alle Häuser angeschlossen werden, deren Eigentümer einen Anschlussvertrag mit dem Unternehmen geschlossen haben.

Grund zur Freude ist der Aufbau des Hauptverteilergehäuses an der Feldastraße. Von dort müssen nun noch die Datenleitungen zu den Häusern gezogen werden, der Auftrag an einen Generalunternehmer aus Nordrhein-Westfalen ist bereits vergeben, wie Bott berichtete. Dabei war die Gemeinde an zwei Punkten eingebunden. So beschloss das Gemeindeparlament den Verkauf von gemeindeeigenen Leerrohren, die für die Verlgung der Leitungen benötigt werden. Zudem verkaufte man das Grundstück für die Übergabestation.

Ebenfalls mit einem Privatunternehmen geht die Gemeinde an das Neubaugebiet heran, das zwischen den Ortsteilen Burg- und Nieder-Gemünden entstehen soll. »Das liegt uns allen am Herzen«, sagte Bott. Aktuell wird die zweite Offenlage des Bebauungsplans vorbereitet. Die Fläche wird von dem Unternehmen hergestellt und vermarktet. Geplant sind etwa 31 Bauplätze für Einfamilienhäuser. Die Grundstücke werden wohl 500 bis 600 Quadratmetern groß sein. An der Ohnstraße und am oberen Rand des Geländes werden vier Areale als Mischgebiet ausgewiesen, weil neben einem Gewerbegebiet keine Wohngebiete gelegen sein dürfen.

Aktuell gibt es 26 Bewerber für die neuen Grundstücke. Sie kommen aus der Gemeinde und von außerhalb, wie Bott auf eine Nachfrage hin sagte. Er rechnet damit, dass der Verkauf der Grundstücke im Herbst 2022 oder Frühjahr 2023 startet. Auf den Einwand von Walter Momberger, dass dadurch landwirtschaftliche Fläche verloren geht, sagte Bott, dass es aus der Landwirtschaft »keinen Gegenwind« gegeben habe.

Artikel: https://www.giessener-allgemeine.de/regional/vogelsbergkreis/glasfaser-und-platz-fuer-familien;art74,760371

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