07. März 2014, 12:33 Uhr

Wer geht zum »Ohrologen«?

Gemünden-Nieder-Gemünden (eva). Am Aschermittwoch muss noch nicht alles vorbei sein. Denn während eines fröhlichen und unterhaltsamen Nachmittags erlebten die Mitglieder des Seniorenkreises der Kirchengemeinde einen kurzweiligen bunten Programm-Mix mit humoristischen Darbietungen, Sketchen und viel Gesang.
07. März 2014, 12:33 Uhr
»Heidi und Lotti«, alias Irmgard Fink und Helga Fiedler, hatten einiges von ihrer abenteuerlichen Schlussverkauf-Shoppingtour nach Frankfurt zu berichten. (Foto: Hannelore Diegel)

So trug Pfarrer Thomas Schill mit dem Hinweis: »Dies ist die erste für mich in dieser Art, mir bleibt rein auch gar nichts im Vogelsberg erspart«, im Hinblick auf den gerade vorbeigegangenen Fasching, die Andacht in Reimen vor. Mit den Worten »Denn Jesus hatte auch viel Humor, aus der Bibel geht’s hervor. Ironie, versteckter Witz hat in seinen Reden Sitz«, erinnerte Pfarrer Schill an die Wunder die Jesus vollbrachte, und für die ihn die Schriftgelehrten als »Gotteslästerer« anfeindeten. Doch Jesus Vollmacht sei von Gott gekommen, und er habe sogar den Tod besiegt. Daher sei jeder glücklich, der es wage, »Heil von Jesus zu erbitten, wenn er schon genug gelitten« und man solle daran denken: «..der ist der beste Christ, der von Herzen fröhlich ist« und zum Schluss: »Lachen wir in Gottes Namen! Das ist Fassnachtsfreude: Amen«.

Wie schrecklich verklärt man nur allzu gerne auf die »goldene Jugend« zurückblicke, das negativ Erlebte nur allzu gern ausblende und daher vergesse, wie viele Vorteile das Älterwerden auch habe, ging aus der Erzählung »Goldene Jugend?« hervor, die Erika Müller vortrug.

Abenteuer-Shopping

Von einem erfolglosen Unterfangen, einer Katze ein Medikament zu verabreichen, wusste Pfarrerin Ursula Kadelka, die auf einen Besuch hereinschaute, humorvoll zu berichten, und mit der Geschichte »Die Frau, die man nicht vergisst«, führte Erika Müller vor Augen, wie sehr sich auch ein Psychiater mit einer Diagnose irren kann.

Als »Frau Novodga« und »Frau Havlicek« hatten Simone Ries und Ingrid Stein in schlesischem Dialekt ganz spezielle Ratschläge zur richtigen Arztwahl parat und rieten unter anderem bei Ohrenschmerzen einen »Ohrologen«, bei Genickschmerzen einen »Genickologen«, oder gar bei Darmproblemen einen »Därmatologen« aufzusuchen. Nicht minder amüsant war der Sketch »Beim Winterschlussverkauf«, mit dem Irmgard Fink und Helga Fiedler als »Heidi« und »Lotti«, ihre abenteuerliche Shoppingtour nach Frankfurt beschrieben, in deren Verlauf sie beim Kampf am Wühltisch einige Blessuren davon getragen, gar das »Frankfurter Etablissement« kennengelernt hatten und selbst die Heimfahrt auf der Autobahn noch abenteuerlich war.

»Sorgenbrecher« traten auf

Unter dem Titel »Der Paukenpeter« schilderte Ingrid Stein die unliebsamen Erleb-
nisse eines Paukenspielers einer ländlichen Musikkapelle zu früheren Kirmeszeiten, während Irmgard Fink unter dem Motto: »Billig gekauft ist doppelt gekauft« anprangerte, wie nervenaufreibend und kostenintensiv »do it yourself« werden kann, wenn man sich auf die richtige Beratung im Baumarkt verlässt und Erika Müller mit einem Mundartgedicht die Nützlichkeit und die Vorteile einer Kaffeemühle anpries.

Im weiteren Verlauf des Nachmittages erfreute die Männergesangsgruppe »Sorgenbrecher« die Gäste mit einem bunten Melodienstrauß heiterer und besinnlicher Lieder. Unter der musikalischen Leitung von An-
dreas Reitz, erklangen unter anderem die Gesangsstücke: »Singen macht das Leben schön«, »Eine Insel aus Träumen geboren«, »Wir fahren rund um die Welt«, »Bajazzo«, »Maurische Wüste«, »Weißes Schiff« und »Schulzeit-Freunde«, das »Sorgenbrecherlied« und noch weitete harmonische Weisen, die bei den Senioren erneut großen Anklang fanden und dementsprechend mit reichlich Applaus belohnt wurden.

Großen Zuspruch fanden bei den Gästen auch die vom Organisationsteam selbst gebackenen Kräppeln und Kuchen.

Zum Abschluss der Veranstaltung dankte Irmgard Fink vor allem den »Sorgenbrechern« für die musikalische Unterhaltung des Nachmittages, die den Senioren sehr viel Freude bereitet habe und sie versicherte, dass man sich schon jetzt auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr freue.

Mit dem Hinweis auf den nächsten und damit letzten Seniorennachmittag in dieser Saison, der turnusgemäß am 2. April wiederum im Gemeindesaal in Nieder-Gemünden stattfindet, klang die Veranstaltung aus.

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