20. Oktober 2021, 22:12 Uhr

Film zum Leben von Walter Kaufmann

20. Oktober 2021, 22:12 Uhr
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Aus der Redaktion

»Walter Kaufmann - Welch ein Leben!« Unter diesem Titel präsentieren Karin Kaper und Dirk Szuszies einen Kinodokumentarfilm im

Gedenken an Walter Kaufmann, der am 15. April 2021 im Alter von 97 Jahren starb.

Bundesweiter Kinostart war am 30. September, eine Sondervorführung gibt es im Lauterbach im Lichtspielhaus am Donnerstag, 28. Oktober, um 20 Uhr mit musikalischer Umrahmung von Anka Hirsch und einem Filmgespräch mit der Regisseurin Karin Kaper.

Veranstalter sind das Kreisjugendparlamentes des Vogelsbergkreises mit und der DEXT-Fachstelle (Demokratieförderung und Extremismusprävention) in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung und und der VVN-BdA Hessen. Am 29. Oktober gibt es zudem eine Schulvorführung im Kino.

Schillernder als jedes Drehbuch ist das Leben von Walter Kaufmann. Kaufmann blieb bis zu seinem Tod unermüdlich kämpferisch. Er setzte mit seinem Leben ein nachwirkendes Zeichen gegen jede Form von Rechtsruck und Antisemitismus, »die wieder bedrohliche Ausmaße in unserem Land angenommen haben,« so Regisseurin Kaper.

Der Film sei ein Appell an Lebende, »die elementaren Menschenrechte und demokratischen Errungenschaften entschlossen zu verteidigen«.

Der Film folgt den wesentlichen Lebenslinien und weltweiten Erfahrungen des Protagonisten. Walter Kaufmann erlebte als Jude persönlich die Folgen des Nationalsozialismus. Er wurde später australischer Soldat, Hochzeitsfotograf, Seemann und Schriftsteller. Bewusst entschied er sich Mitte der 1950er Jahre für ein Leben in der DDR. Als Schriftsteller und Korrespondent nahm er regen Anteil am Zeitgeschehen.

Der Film biete jüngeren und älteren Zuschauern »eine letzte Gelegenheit, die Welt aus der Perspektive dieses einzigartigen Zeitzeugen vermittelt zu bekommen«.



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