12. Dezember 2013, 06:38 Uhr

Bläser bei Adventskonzert mit modernem Akzent

Feldatal-Groß-Felda (ts). Der Klang von Trompeten und Hörnern flutete am Adventssonntag durch die evangelische Kirche. Der Evangelische Posaunenchor erfreute bei der geistlichen Abendmusik mit Leckerbissen.
12. Dezember 2013, 06:38 Uhr
Abwechslungsreich präsentierte sich der Posaunenchor in seiner Abendmusik zum Advent. (Foto: ts)

Eröffnet wurde mit dem »The Earl of Oxford’s March« von William Byrd, wohl dem bekanntesten Komponist seiner Zeit. Mit Chorleiter Dirk Weber hatten die rund 30 Musiker die Stücke einstudiert und auch Zusatzproben in Kauf genommen. Im Unterschied zu früheren Konzerten gestaltete der Posaunenchor das Programm alleine, wobei nur neue Stücke das Ziel waren.

Vorsitzender Gerhard Zulauf begrüßte die zahlreichen Gäste. Weiter ging es mit der 12. Sinfonie über die Allerheiligste Weihnacht von Giuseppe Valentini. Der hoch begabte Musiker lebte um 1700 herum. Seine Musikstücke zeichnen sich durch Originalität aus, bedeuten aber zugleich einen Schrecken für alle Musiker, da häufige Takt und Rhythmus wechseln.

Für besinnliche Momente sorgte Pfarrerin Susanne Gessner mit ihrer Lesung »Wir sagen Euch an den lieben Advent«. Sie zeigte auf, dass der Theologe und Erzieher Johann Hinrich Wichern den Adventskranz als Adventskalender mit großen Kerzen für jeden Sonntag und kleinen Kerzen für jeden Tag im Dezember markiert hatte. Der Erzählung nach wollte der Erzieher den Kindern ein Zeichen geben, wie lange es bis Weihnachten dauert, ohne viel zu sprechen.

Mit Zwischenspielen des Posaunenchores sang die Gemeinde das bekannte Weihnachtslied »Wir sagen Euch an den lieben Advent«. Dann boten die Musiker »The first Noel« in Bearbeitung von Bernd Geiersbach. Mit diesem Stück hatte sich Weber für eine zeitgenössische Fassung des bekannten Weihnachtsliedes entschieden.

Auch das Stück »Glocken der Weihnacht« von Christian Sprenger war eher ein moderneres Stück, welches der Posaunist für Blechbläser geschrieben hatte. Nach einer Sekt-Pause ging es mit dem zeitgenössischen Stück »Festivo« von dem jungen Komponisten Benjamin Eibach weiter. Im Anschluss war es das Schifferlied »Barcarole« von J. Offenbach aus der Oper Hoffmanns Erzählungen, was die Gäste begeisterte. Mit ruhiger Melodie erinnerte das Stück an eine Gondelfahrt durch Venedig und das ruhige Plätschern der Wellen.

In einer weiteren Lesung erzählte Gessner von dem König, der Gott sehen wollte und einem kleinen Hirten, der es schließlich schaffte, dem König im Alter seinen letzten Wunsch zu erfüllen. Mit der »Romanze« des deutsch-französischen Komponisten J.P.E. Martini ging es weiter, bevor die Bläser mit dem modernen und eher disharmonisch wirkenden »Heaven« von Hans Zellner den Höhepunkt des Abends einläuteten.

Gemeinsam sangen die Besucher noch das Stück Tochter Zion. Dann entließ der Chor mit dem »Highland Cathedral« die Gäste sowie einer Zugabe in das Dunkel der Nacht.

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