28. Februar 2011, 16:00 Uhr

Lange auf Anbau gewartet

Feldatal (ts). Anbau an Feldatalle wurde nun in Feierstunde offiziell eingeweiht.
28. Februar 2011, 16:00 Uhr
Das Bild zeigt die Geehrten mit Bürgermeister Schlosser, dem Vorsitzenden der Gemeindevertretung, Michael Schneider, und Ortsvorsteher Robert Belouschek. (Foto: ts)

Feldatal-Groß-Felda (ts). »Ich gebe den Anbau an die Feldahalle hiermit frei. Möge er jedem dienen, der ihn nutzen will«, mit diesen Worten eröffnete Bürgermeister Dietmar Schlosser am Sonntag den neuen Anbau an die Feldahalle. Lange hatte es gedauert und niemand habe wohl daran geglaubt. Als »Utopie oder Blödsinn« sei die Idee eines Anbaues verspottet worden, als im Jahr 2000 die ersten Ideen reiften. Bereits im Jahr 2002 wurde die Planung durch Arnold Hacke erstellt, dann aber wieder zu den Akten gelegt, weil die finanziellen Mittel fehlten. Der Ortsbeirat um Ortsvorsteher Robert Belouschek sei zwar sehr rührig gewesen und habe mehrere Feste veranstaltet, aber alleine durch diese Einnahme habe man den Bau nicht finanzieren können.

Erst die Finanzkrise und das damit einher gehende Konjunkturprogramm ermöglichten die Realisierung des Projektes. Am 9. Mai 2009 wurde der Bauantrag eingereicht und schon am 29. August 2009 begannen die Arbeiten, so Dietmar Schlosser. »Das wir heute hier stehen und diese Einweihungsfeier ausrichten können, das verdanken wir dem ehrenamtlichen Engagement vieler Bürger, die bei den Baumaßnahmen mit angepackt haben«, so der Bürgermeister.

Seit der Fertigstellung im September 2010 habe der Anbau seine Dienste bereits bei mehreren Veranstaltungen geleistet. Neben den Umkleideräumen, den Duschen, dem Lagerraum und dem Sanitätsraum sei es vor allem die behindertengerechte Toilettenanlage, welche zu einer deutlichen Verbesserung der Funktionalität beitrage. Wie Schlosser mitteilte, handelt es sich bei den Anbau um ein eigenständig nutzbares Gebäude, das über eine Schiebetür mit der Feldahalle verbunden ist und mit der großen Halle eine Einheit bildet. Wichtig ist, so Bürgermeister Schlosser, dass der neue Raum als Sitzungsraum oder für kleine Veranstaltungen genutzt werden kann.

Auch habe das DRK in dem Anbau seine neue Heimat gefunden und es verfügt künftig über einen Material- und Schulungsraum. Ortsvorsteher Robert Belouschek nutzte die Gelegenheit, sich bei allen Bürgern für die Unterstützung zu bedanken. Insgesamt seien 1450 Stunden an ehrenamtlicher Abend geleistet worden, so der Ortsvorsteher. »Hier in Groß-Felda ist die Welt noch in Ordnung, hier packen alle mit an«.

Es sei beachtlich gewesen, mit welchem Einsatz die Vereinsvertreter angepackt hätten, um diesen lang gehegten Wunsch in Erfüllung gehen zu lassen. Jeder Vereinsvertreter, der schon einmal eine Veranstaltung in der Feldahalle ausgerichtet habe, wisse um die Notwendigkeit des Anbaues und so erklärte sich wohl auch der ungebremste Einsatzwille der Bürger.

Die Kosten für den Anbau bezifferte Robert Belouschek auf 140500 Euro.

Nach den Ausführungen des Ortsvorstehers begann die Baumaßnahme mit der Beseitigung des vorhandenen Pflasters durch den Bauhof, die Vereine und den Ortsbeirat. Sämtliche Wasser und Kanalanschlüsse seien vom Bauhof verlegt worden. Während der Rohbau und die Zimmerarbeiten von Firmen der Region vorgenommen wurden, war die Dacheindeckung wiederum in Eigenleistung erfolgt.

In seiner Funktion als Vorsitzender der DRK-Ortsvereinigung bedankte sich Robert Belouschek für die Bereitstellung der Räume. Die Ortsvereinigung werde die Räume mit Leben erfüllen und für Schulungen und Lehrgänge nutzen, so Belouschek.

Auch Ehrenbürgermeister Ernst Uwe Offhaus richtete einige Worte an die Anwesenden. Im Auftrag des Planers Arnold Hacke überreichte sein Bruder Oswin den Schlüssel zum Anbau feierlich an Bürgermeister Schlosser, Ortsvorsteher Belouschek und Vereinsvertreter Timo Wagner. Wie könnte es in der fünften Jahreszeit anders sei, so waren auch Prinz Peter Paul und Prinzessin Carmen zugegen. Das Prinzenpaar spendierten 40 Liter Freibier für die Einweihungsfeier.

Für den feierlichen Rahmen sorgte der ev. Posaunenchor Groß-Felda mit einem bunten Strauß an musikalischen Klängen. Auch der Projektchor Stumpertenrod trug zum Gelingen bei. Die Jagdhornbläser hatten zur Eröffnung gerufen. Zuvor fand bereits ein Festgottesdiens statt. Bei Kaffee und Kuchen feierten die Anwesenden die Einweihung.

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