20. Juli 2009, 20:26 Uhr

Jede Menge Jazz lag in der Luft der Alten Synagoge

Feldatal-Kestrich (kan). Jede Menge klassischer Jazz lag am Sonntagabend in der Luft der Alten Synagoge, als hier zwei Musiker der Barrelhouse Jazzband aufspielten. Saxophonist Frank Selten und Pianist Jan Luley präsentierten unter dem Titel »Zu Zweit« mitreißende und gefühlvolle Stücke des klassischen Jazz aus den 20er und 30er Jahren des letzten Jahrhunderts.
20. Juli 2009, 20:26 Uhr
mehr wegzudenken. Natürlich kamen die beiden Musiker am Sonntag in Kestrich ganz ohne Strom und Verstärker aus, ihre Instrumente füllten auch so den Raum bestens aus. (Foto: kan)

Feldatal-Kestrich (kan). Jede Menge klassischer Jazz lag am Sonntagabend in der Luft der Alten Synagoge, als hier zwei Musiker der Barrelhouse Jazzband aufspielten. Saxophonist Frank Selten und Pianist Jan Luley präsentierten unter dem Titel »Zu Zweit« mitreißende und gefühlvolle Stücke des klassischen Jazz aus den 20er und 30er Jahren des letzten Jahrhunderts.

Zum ersten Mal spielten sie in dieser Besetzung Lieder wie »Polka Dot Stomp«, »Blues in the air«, »Tippy tippy tin« oder »Blues my naughty«. Die kleine Synagoge war voll besetzt, viele Besucher waren gekommen, um dieses besondere Konzert in persönlicher Atmosphäre zu erleben. Auch für die Musiker war es eine neue Erfahrung, in einer ehemaligen Synagoge zu spielen. Frank Selten konnte zu jedem Stück, das dargeboten wurde, eine kleine Geschichte erzählen und unterhielt die Gäste mit kleinen Anekdoten.

Beide Künstler zeigten sich gutgelaunt, scherzten mit ihrem Publikum und hatten offensichtlich große Freude an ihrem Auftritt. Sie begeisterten die Zuhörer mit ihrem großartigen Spiel, das mit sehr viel Beifall belohnt wurde. Besonders die Soloparts, bei denen jeder der beiden Musiker sein Können unter Beweis stellen konnte, faszinierten die Besucher. Frank Selten hatte vier verschiedene Saxophone mitgebracht und stellte jedes mit seinen Besonderheiten vor.

Der Saxophonist gehört seit 1961 zur Barrelhouse Jazzband und ist auf allen deren Alben vertreten, spielte aber zeitweise auch in anderen Gruppierungen. 1968 erhielt er die Ehrenbürgerschaft von New Orleans.

Jan Luley stand schon mit zwölf Jahren zum ersten Mal auf der Bühne und studierte später Musikpädagogik. Nachdem er bereits zahlreiche Erfahrungen als Jazzmusiker gesammelt hatte, trat er 1999 der Barrelhouse Jazzband bei.

Er ist aber nicht nur auf der Bühne am Klavier zu sehen, sondern arbeitet auch als Komponist und Arrangeur und ist außerdem als Dozent aus der Marburger Musikszene nicht mehr wegzudenken. Natürlich kamen die beiden Musiker am Sonntag in Kestrich ganz ohne Strom und Verstärker aus, ihre Instrumente füllten auch so den Raum bestens aus. Veranstaltet wurde dieses außergewöhnliche Konzert, bei dem Anhänger der Jazzmusik voll auf ihre Kosten kamen, von der Arbeitsgruppe Synagoge des Vereins Historisches Feldatal.

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