27. Mai 2008, 22:12 Uhr

Slappender Bass - elektrisierende Harp Uneinnehmbare Festungen und »weißes Gold«

Feldatal-Groß-Felda (pm). Die Kulturnacht Feldatal mit der Gruppe »The Houserockin' nightcats« unter dem Motto »Fifties West Coast Jump & Chicago Blues« in der Feldahalle mit Peter Pelzner (Gesang, Gitarre), Marcus Grundmann (Harp, Gesang), Johnny Pickel (Kontrabass, Gesang) sowie Horst Faigle (Drums, Gesang) war ein Konzert der Extra-Klasse.
27. Mai 2008, 22:12 Uhr

Ulrichstein (au). Der traditionelle Mehrtagesausflug führte die Ulrichsteiner Senioren dieser Tage nach Dresden, in die Sächsische Schweiz, das Elbsandsteingebirge und auch in die »goldene Stadt« Prag. Insgesamt sechs Tage waren die 43 Senioren unterwegs. Auch in diesem Jahr hatte Senioren-Obmann Rudolf Schmidt die Planung der Reise übernommen und dafür gesorgt, dass das anstehende sehr umfangreiche Programm auch seniorengerecht gestaltet worden war. Die Reiseleitung oblag erneut Bürgermeister Erwin Horst. Diese bestand in einem so genannten »Rundum-sorglos-Paket«, weil er neben der Sicherung des Programmablaufes alle organisatorischen Aufgaben bis hin zur Getränkeversorgung der Reiseteilnehmer im Bus übernahm. Horst versorgte die Mitreisenden bereits bei der Anreise mit einem Sektfrühstück, das gut ankam und sogleich für gute Stimmung sorgte. Den Anreisetag nutzte die Gruppe nach Ankunft in Dresden sofort zu einer mehrstündigen Stadtbesichtigung mit ortskundiger Reisebegleitung. Mit dem abendlichen Bezug der Hotelzimmer zeigte sich sogleich, dass die Gruppe hervorragend untergebracht war. Sowohl das morgendliche Frühstücksbuffet als auch das abendliche warme Buffet waren vom Feinsten.

Der nächste Tag führte die Reisegruppe dann in die Sächsische Schweiz und das Elbsandsteingebirge. So besuchte man zunächst die Festung Königstein, eine der einst uneinnehmbaren Festungen mit seiner 1700 Meter langen Außenmauer. Von der Mauerkrone aus konnte man weit über das Elbtal zu den Tafelbergen des Elbsandsteingebirges blicken.

Außerplanmäßig hatte die Reisegruppe bereits am frühen Vormittag das Schloss und den einzigartigen Schlosspark Pillnitz im wohl schönsten Stadtteil der sächsischen Landeshauptstadt Dresden erkundet. Zur Erkundung der Sächsischen Schweiz gehörte an diesem Tage auch eine Schifffahrt von Königstein bis hinauf nach Pirna, dem »Tor zur Sächsischen Schweiz«. Schon vom Schiff aus wurde deutlich, dass die Sächsische Schweiz heute eine der attraktivsten Touristenregionen in unserem Lande ist. Die einmalige naturräumliche Eigenart des Elbsandsteingebirges, das unter strengsten Natur- und Landschaftsschutz steht, beeindruckte alle Fahrtteilnehmer.

Am nächsten Tag wollten es die Reiseteilnehmer eigentlich etwas ruhiger angehen. Deshalb standen lediglich in Sachsens Hauptstadt Dresden die herausragenden Gebäude für einen historischen Erlebnisrundgang auf dem Plan. Während nahezu alle Reiseteilnehmer den freien Vormittag zu einem Einkaufsbummel in der »Prager Straße« nutzten, schauten sich einige Interessierte ein zweites Mal den Zwinger an. Danach trafen sich alle zu einem Orgelkonzert in der Frauenkirche, der sich eine Führung durch das heutige Aushängeschild der barocken Metropole anschloss. Nicht weniger Spannung versprach der anschließende Besuch der Semperoper, für die auch eine sachkundige Reiseführung in Anspruch genommen wurde.

Am dritten Reisetag startete die Reisegruppe zu einem Tagesausflug nach Prag, der »goldenen Stadt« Böhmens. Bei einer geführten Stadtbesichtigung durch die Altstadt steuerte man die Burg mit dem Regierungssitz des Staatspräsidenten Tschechiens, dem Dom St. Veits, das »Goldene Gässchen« und viele andere Sehenswürdigkeiten an. Es blieb an diesem Tag noch genügend Zeit, auch auf eigene Faust Prag zu besichtigen, nicht ohne eines der weltbekannten tschechischen Biere zu kosten.

Der vorletzte Reisetag galt der Erkundung des Erzgebirges. Zunächst startete man aber der Bastei mit seinen bizarren Sandstein-Skulpturen und seinem Panorama-Plateau einen Besuch ab. Das Schluchtenlabyrinth mit seinen aufragenden Felsrücken gehört ohne Zweifel zu den schönsten natürlichen Aussichtspunkten Europas. Von der Bastei aus boten sich den Besuchern erneut herrliche Ausblicke auf das Elbtal sowie die tafelbergartigen Erhebungen Lilienstein, Pfaffenstein und Königstein. Anschließend reiste man in das Zentrum des sächsischen Silberbergbaus Freiberg. Einer kleinen Stadtbesichtigung schlossen sich die Führung durch den bekannten Freiberger Dom mit der »Goldenen Pforte« sowie der »Tulpenkanzel« und der großen Silbermannorgel an. Auf der Rückreise nach Ulrichstein machte die Reisegesellschaft in der bekannten Porzellanstadt Meissen Halt. Dort hatten alle Gelegenheit in einer Vorführwerkstatt die Herstellung des »weißen Goldes« zu verfolgen oder in den Ausstellungsräumen die kostbaren Stücke zu bewundern.

Senioren-Obmann Rudolf Schmidt dankte abschließend dem Stadtoberhaupt für dessen umsichtige Reisebebleitung und gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass sich die Ulrichsteiner Senioren auch für das kommende Jahr auf einen interessanten und spannenden Mehrtagesausflug freuen können. Zunächst lud er die Reiseteilnehmer jedoch zu den monatlichen Veranstaltungen und Tagesfahrten des Seniorenclubs in der zweiten Jahreshälfte ein.

Feldatal-Groß-Felda (pm). Die Kulturnacht Feldatal mit der Gruppe »The Houserockin' nightcats« unter dem Motto »Fifties West Coast Jump & Chicago Blues« in der Feldahalle mit Peter Pelzner (Gesang, Gitarre), Marcus Grundmann (Harp, Gesang), Johnny Pickel (Kontrabass, Gesang) sowie Horst Faigle (Drums, Gesang) war ein Konzert der Extra-Klasse. So etwas bekommt man nicht alle Tage im Vogelsberg geboten. Mit verzerrtem Gitarrensound, slappendem Bass, swingenden Drums und elektrisierenden Harpklängen brachten die »Houserockin' Nightcats« am Samstagabend den Blues der 40er- und 50er Jahre in den Vogelsberg. In fast familiärer Atmosphäre kam das Publikum beim »When the lights go out« von Willi Dixon - soweit auf den Stühlen möglich - richtig in Schwung. Fast zu edel wirkte die Feldahalle für den erdigen Sound, der an verrauchte Bluesschuppen in Chicago erinnerte. Hart stampfend und elegant swingend präsentierten die Musiker die Ursprünge des Blues von Chicago bis zur Westcoast. Marcus Grundmann, der einzige Schwabe der Band, lieferte auf der Harp mit Peter Pelzner auf der E-Gitarre musikalische Duelle vom Feinsten. Mit »You'r so fine« setzt er den bekanntesten Blues-Harp-Song von Little Walter spielfreudig gekonnt in Szene.

Mit stehenden Ovationen wurde die Band nach der dritten Zugabe gebührend verabschiedet.

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