28. Oktober 2021, 21:12 Uhr

»Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache«

28. Oktober 2021, 21:12 Uhr
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Aus der Redaktion
Sparkassen-Vorstandsmitglieder (von links) Frank Dehnke, Thomas Falk und Roman Kubla. FOTO: PM

Die Sparkasse Oberhessen nimmt zum 3. Januar 2022 weitere Veränderungen an ihren Standorten und am Filialnetz vor. Denn immer mehr Menschen erledigten ihre alltäglichen Bankangelegenheiten online rund um die Uhr und mit sicherem Abstand, heißt es dazu in einer Mitteilung.

Die bargeldlosen Zahlungen hätten seit 2019 die Barzahlungen deutlich überholt - mit stetig steigender Tendenz. So sei die Nachfrage nach Bargeldabhebungen bei der Sparkasse Oberhessen im vergangenen Jahr um rund ein Drittel zurückgegangen. Die aktuelle Corona-Pandemie habe diese Trends noch verstärkt. Die Sparkasse habe daher mit dem Verwaltungsrat entschieden, »das Vor-Ort-Angebot neu zu strukturieren und an die Kundennachfrage anzupassen«.

Eine SB-Filialle in Alsfeld weniger

Während einer kurzen Bekanntmachungsphase am Montag und Dienstag dieser Woche informierte das große Geldinstitut zunächst lokale Entscheidungsträger oder betroffene Kunden und nur kurz danach die Öffentlichkeit darüber, wo die Zweigstellen-Türen dicht bleiben, weil kein Personal mehr vorgehalten wird und nur noch der Geldautomaten den Raum beherrscht. Im Vogelsbergkreis sind unter anderem Alsfeld und Ulrichstein betroffen. Die Filiale in Ulrichstein wird zum Jahreswechsel in eine Beratungsfiliale mit Selbstbedienungsangebot umgewandelt. »Persönliche Beratung rund um die Themen Vorsorge, Finanzierung, Versicherung und Geldanlage werden weiterhin nach Terminvereinbarung vor Ort angeboten«.

Individuelle Termine sind montags bis freitags zu den Beratungszeiten von 8 bis 20 Uhr möglich. Kundinnen und Kunden könnten auch künftig wie gewohnt rund um die Uhr Geld holen und einzahlen, Kontoauszüge erhalten und Überweisungen am Automaten aufgeben. Die Selbstbedienungsfiliale in der Alsfelder Mainzer Gasse wird zum Jahreswechsel mit dem rund 350 Meter entfernten SB-Angebot im Alsfelder BeratungsCenter zusammengeführt. Im Gespräch mit dieser Zeitung warb der Vorsitzende des Sparkassen-Verwaltungsrats, der Vogelsberger Landrat Manfred Görig, indes um Verständnis für die Vorgehensweise des Vorstands: »Das ist halt ein Kompromiss. Die Sparkasse bleibt massiv in der Fläche, auch wenn es mancherorts nur noch Geldautomaten gibt. Aber die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Der Trend geht eindeutig weg von persönlichen Kontakten hin zum Online-Banking.«

Da wären aus rein wirtschaftlicher Sicht viel einschneidendere Maßnahmen möglich gewesen, doch so habe man unter infrastrukturellen Gesichtspunkten ein verantwortungsvolles und vernünftiges Maß gefunden.



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