Vogelsbergkreis

Debatte um Bestattungsgebühren

Tod und Familienangelegenheiten gehören zu den sensiblen Themen, das macht auch nicht vor der Kommunalpolitik halt. Beide Themen treffen bei Diskussionen um die Friedhöfe zusammen, die mit einigen Emotionen erörtert werden.
03. Dezember 2020, 21:57 Uhr
Joachim Legatis

Tod und Familienangelegenheiten gehören zu den sensiblen Themen, das macht auch nicht vor der Kommunalpolitik halt. Beide Themen treffen bei Diskussionen um die Friedhöfe zusammen, die mit einigen Emotionen erörtert werden.

So steht in Mücke eine Reform der Friedhofssatzung an, die aktuell mit den Ortsbeiräten abgestimmt wird. In der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung am Mittwoch in Nieder-Ohmen beschwor Bürgermeister Andreas Sommer, die Ortsbeiräte sollten die Veränderungen beraten.

Die Friedhofssatzung soll so verändert werden, dass Baumbestattungen in allen Ortsteilen möglich werden. Zudem soll es einen Passus geben, der verbietet, Grabsteine aus Kinderarbeit aufzustellen und die Freigrenze für kostenfreie Bestattungen wird heruntergesetzt.

Dabei ging Sommer auch darauf ein, dass künftig höhere Bestattungsgebühren eingeplant werden. Er verwies darauf, dass die Gemeinde bislang rund 66 Prozent der Kosten trägt. »Wir streben nun eine Kostendeckung von 53 Prozent an, die Gemeinde legt fast die Hälfte der Kosten drauf«, sagte Sommer.

Wichtig ist ihm auch, dass die Friedhöfe weiterhin Begegnungsorte in den Dörfern bleiben.

Artikel: https://www.giessener-allgemeine.de/regional/vogelsbergkreis/debatte-um-bestattungsgebuehren;art74,715198

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