09. April 2021, 21:49 Uhr

Daniel Müller will Projekte voranbringen

Kommunalpolitik wird jünger. In Feldatal und Mücke haben sich junge Wählergruppen gebildet, in Gemünden die BGG vor der Wahl und aktuell im Vorstand sehr verjüngt. Und jetzt tritt mit Daniel Müller ein Kandidat der BGG für das Bürgermeisteramt an, der 27 Jahre alt ist.
09. April 2021, 21:49 Uhr
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Von Rolf Schwickert
Frühzeitig das Gespräch mit Bürgern suchen- das ist ein Anliegen des BGG-Bürgermeisterkandidaten Daniel Müller. FOTO: RS

Am Dienstag war bekannt geworden, dass sich Daniel Müller (27) als BGG-Kandidat am 26. September zur Bürgermeisterwahl stellt, am Donnerstagabend stand er, flankiert von BGG-Vorsitzendem Tobias Reitz und dem zweiten Vorsitzenden Tim Henkel, Rede und Antwort.

»Das Amt des Bürgermeisters hat mich schon immer sehr interessiert«, erläutert Müller. Während er vielfältig im Vereinsleben in Feldatal aktiv war, hatte er auch immer wieder beim Organisieren von Veranstaltungen Kontakt zu den Bürgermeistern Dietmar Schlosser und Leopold Bach und fand deren Agieren positiv. Diese Unterstützung des Vereinslebens halte er für ganz wichtig, betont Müller, das wolle er auf Gemünden übertragen. Bei seiner Arbeit in der Verwaltung habe sich dann der Einblick vertieft, dass man als Bürgermeister nicht nur verwalten, sondern auch gestalten, Leuten auch helfen könne.

Der in Frankfurt geborene Müller hat das Landleben schätzen gelernt, er nimmt als Unterschied zum Stadtleben wahr, dass man in großen Kommunen mehr für sich lebe, in einem Dorf aber in einer Gemeinschaft. »Das lässt sich nicht durch Diskothek oder Supermärkte ersetzen.«

»Der Osterdienstag wird ja in Feldatal noch als Feiertag gehandelt«, berichtet Müller, »und da habe ich viele Bürgermeister ganz verschieden agieren sehen. Mir haben die gefallen, die volkstümlich unterwegs waren.« In diesem Sinne ist ihm noch der vormalige SPD-Unterbezirksvorsitzende Sven Bastian »in guter Erinnerung.« Diese Art Kontakt zu Leuten ist es auch, was Daniel Müller gerne mag, und was er als sinnvoll für einen Bürgermeister erachtet. Dieses Amt verlange mehr, als bis Freitagmittag im Rathaus zu sein, immer mal bei Sitzungen mitzuwirken und ansonsten dem Privatleben zu frönen. »Bürgernähe ist absolut unerlässlich«, konstatiert Müller. Das Gespräch mit Menschen beim Bäcker oder auf dem Sportplatz könne eine Bereicherung sein.

Welche Aufgaben stehen in Gemünden an? Müller möchte den Ausbau mit Glasfaser weiter voranbringen, außerdem möchte er angestoßene Projekte nicht weiter hinausschieben, sondern umsetzen. Die Großgemeinde Gemünden wertet Müller insgesamt als einen sehr guten Standort, den es weiter und besser zu vermarkten gelte. Dafür müsse man das geplante Baugebiet voranbringen,

Auch beim Thema Kindergarten gebe es lange Beratungen, die zum Ende, also zu einer Umsetzung, gebracht werden müssten. »Da wurde sich schon öfter im Kreis gedreht«, bedauert Müller. »Das muss zu Ende gebracht werden. Man muss das Rad nicht immer neu erfinden.«

»Was ganz wichtig ist, ist die Kommunikation zu den Ortsbeiräten, denn die erkennen die Knackpunkte frühzeitig, bevor sie große Probleme werden«, stellt Müller heraus. »Man kann im Vorfeld nach einer Lösung suchen, nicht erst, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist.«

Finanziell ist die Gemeinde auf Jahre wegen Bahnhof/-umfeld, Abwasserinvestitionen und Kindergartenerweiterung gebunden. Was hält Müller gleichwohl zusätzlich für sinnvoll? Die Vereinsförderung liegt ihm am Herzen, die er ensprechend dem finanziellen Spielraum einrichten möchte. Das betreffe neben den Sportvereinen auch die Jugendeinrichtungen.



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