18. Januar 2021, 21:27 Uhr

Covid-19-Station erweitert

18. Januar 2021, 21:27 Uhr
Avatar_neutral
Aus der Redaktion
Eine Krankenschwester dokumentiert im besonders geschützten Teil einer Intensivstation neben dem Bett eines Covid-19-Patienten die Behandlungsschritte. SYMBOLFOTO: DPA

Alsfeld (pm). Der Anstieg der Corona-Erkrankungen in den letzten Wochen hat auch den Landkreis Vogelsberg erfasst. Rechtzeitig vor dieser Entwicklung hatte die Geschäftsführung des Krankenhauses des Vogelsbergkreises in Alsfeld (KKA) die Covid-19-Station erweitert. Am Anfang standen für Covid-Patienten auf der Station 5c sechs Zimmer mit maximal zwölf Betten zur Verfügung. Aufgrund der steigenden Fallzahlen wurde die Covid-Station inzwischen auf 20 Betten erweitert. Zwischenzeitlich hatte das Kreiskrankenhaus bis zu 23 Covid-Patienten auf der Station, momentan sind es noch zehn.

In die weit greifenden organisatorischen und technischen Verbesserungen ist die Erfahrung mit der Corona-Pandemie der vergangenen Monate eingeflossen. Zum einen wurde der Infektionsschutz des Personals auf der Corona-Station erhöht: Ein separater Personaleingang, Umkleideraum und Dusche, ein eigenes Aufenthaltszimmer und Stationsbüro sowie separate Anlieferung von Essen und Getränken für das Personal sorgen für erhöhten Infektionsschutz.

Personal flexibel

Technisch wurde die erweiterte Corona-Station mit einem Sonographie-Gerät ausgestattet, um Transporte im Hause zu reduzieren. So können die Ultraschall-Untersuchungen von Organen direkt auf der Station durchgeführt und das bei Transporten immer bestehende Hygienerisiko vermindert werden.

Ein Blutgas-Analyse-Gerät steht ebenfalls direkt auf der Station zur Messung umfangreicher Blutwerte bereit.

Zusätzlich erfolgte der Anschluss von mobilen Monitoren, die - wie auf der Intensivstation - das EKG, den Blutdruck, die Sauerstoffsättigung im Blut über Pulsoxymetrie und bei Bedarf die Körpertemperatur aufzeichnen.

Die Messergebnisse werden für alle sichtbar auf einen zentralen Monitor im Aufenthalts- und Arbeitsraum übertragen, der bei abweichenden Befunden Alarme auslöst. So ist die Überwachung kritisch kranker Corona-Patienten deutlich verbessert.

Das Pflegepersonal wurde entsprechend den erweiterten Behandlungsplätzen angepasst. Bei einer Belegung von zwölf Patienten waren zunächst jeweils zwei examinierte Pflegekräfte sowie Hilfspersonal im Früh- und Spätdienst eingesetzt. Mit steigender Patientenzahl wurde die Besetzung im Pflegedienst entsprechen angepasst. Die hohe Flexibilität der Mitarbeiter in der Pflege ermöglicht eine kurzfristige Anpassung des Stellenschlüssels und somit die Sicherstellung der Patientenversorgung auf dieser Station.

Zudem wird nun speziell über den Corona-Verlauf ein elektronisches Datendokument der Patientenakte erstellt. Dabei werden klinische Befunde, der Krankheitsverlauf, Angehörigengespräche, Vorbereitung der Versorgung nach der akuten Krankheitsphase und einiges mehr vom pflegerischen und ärztlichen Personal hinterlegt, sodass wichtige Informationen über den an Corona Erkrankten jederzeit von allen Arbeitsplätzen im Krankenhaus einzusehen sind.

Selbstverständlich bleiben die Fernseh- und Telefonanschlüsse auch unter den geforderten hygienischen Isolierungsumständen für die Unterhaltung der Patienten und den Kontakt mit Angehörigen und Freunden in vollem Umfang bestehen, teilt das Krankenhaus mit.



0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos