08. Juli 2021, 21:41 Uhr

Commerzbank-Filialen schließen

08. Juli 2021, 21:41 Uhr
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Aus der Redaktion
Bei dem markanten Eingang in Alsfeld wird der Schriftzug Commerzbank nicht mehr lange bleiben. FOTO: JOL

Vogelsbergkreis (pm). Die Commerzbank hat ihr künftiges Filialnetz mit den Arbeitnehmervertretern besprochen und eine Einigung über die Standortplanung erzielt. Jetzt stehen die rund 450 Standorte fest, an denen die Bank vor Ort für ihre Privat- und Unternehmerkunden bundesweit erreichbar sein wird. Die Neuausrichtung hat auch Auswirkungen auf die Filialen in Alsfeld und Lauterbach, die perspektivisch geschlossen werden. Damit sind sie zwei der 23 Niederlassungen, die in Hessen wegfallen werden. In der Region bleibt die Commerzbank unter anderem an den Standorten Bad Hersfeld, Marburg, Gießen und Fulda persönlich vor Ort.

Pandemie zeigt, wie es geht

Zusätzlich zu den Filialen stehen allen Kunden persönliche Ansprechpartner telefonisch zur Verfügung. »Wir haben während der Pandemie festgestellt, dass Beratung »remote« - also ohne Filiale - gut funktioniert und für den Kunden schnell, einfach und bequem ist. Unsere Strategie bleibt digital und persönlich, denn das persönliche Gespräch ist nach wie vor ein wichtiger Bestandteil unserer Kundenbetreuung«, berichtet Gerhard Jung.

»Uns geht es um ein zukunftsfähiges Filialnetz und ein komplett neues, an den Bedürfnissen unserer Kunden orientiertes Geschäftsmodell«, erläutert der Leiter Privat- und Unternehmerkunden der Niederlassung Gießen, die Mittel- und Nordhessen umfasst. »Wir wollen die digitale Beratungsbank für Deutschland werden«. Die Filiale verliert für tägliche Bankgeschäfte bei Kunden immer mehr an Bedeutung, das Smartphone wird zum wichtigsten Kontaktkanal.

Daher soll die Betreuung über Beratungscenter ausgebaut und das bundesweite Filialnetz von aktuell 790 um insgesamt 340 Standorte reduziert werden. Es ist geplant, bereits ab Oktober 2021 mit der Schließung der ersten rund 240 Filialen zu starten, die restlichen folgen 2022.

Parallel zu den Filialschließungen startet der Ausbau der persönlichen Beratung über Telefon, Video, Chat und E-Mail. Im ersten Schritt beraten Mitarbeiter Kunden aus zentralen Standorten zunächst telefonisch. Ab Ende 2022 sollen Kunden so eine umfassende und kompetente persönliche Beratung erhalten: Per Telefon, Video, Chat und E-Mail können sie dann einfach und von jedem Ort aus ihre Bankgeschäfte erledigen und sich beraten lassen, auch zur Wertpapieranlage und Immobilienfinanzierung.



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