30. März 2021, 22:01 Uhr

Bauplatzmangel größtes Problem

30. März 2021, 22:01 Uhr
Der erste Bauernmarkt in diesem Jahr wird am 16. April stattfinden. In diesem Jahr sind ingesamt neun Termine für die beliebte Veranstaltung geplant. FOTO: HSO

Der Gewerbeverein Feldatal ist über 120 Jahre alt und noch immer sehr aktiv. Er ist sehr gut vernetzt und besonders sozial und kulturell aktiv. Er ist darüber hinaus innovativ für eine Stärkung und Förderung des ländlichen Raumes und ein aktiver Interessensvertreter seiner Mitgliedsbetriebe.

Die Besonderheit beim diesjährigen Jahresrückblick: Er fand wegen der noch immer andauernden Corona-Pandemie online statt. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Michael Schneider überbrachte der Erste Beigeordnete Daniel Wolf Grüße und betonte, dass der Gewerbeverein ein wichtiger Baustein im Feldatal sei. Laut Jahresbericht begann das Jahr 2020 noch relativ ruhig, so der Vorsitzende.

Werbewirksame Aktionen

Der Vorstand wurde neu gewählt, Ärztin Birgit Beyer wurde gemeinsam mit Bürgermeister Bach besucht. Ziel dieser Aktion is es, den jungen angehenden Ärzten den ländlichen Raum und besonders Feldatal schmackhaft zu machen.

Danach wurde alles anders. Corona mit dem ersten Lockdown kam. Alle geplanten Aktivitäten für die Zukunft schienen zunächst blockiert. Neue Überlegungen für den beliebten »Fealler Bauernmarkt« wurden notwendig und man entschied sich für dessen Fortführung unter den Corona- Bedingungen.

Alle Aussteller sprachen sich für das neue Konzept aus und waren dankbar für diese Entscheidung, welche auch für sie einen Teil Existenzsicherung bedeutete.

Eine Fragebogenaktion unter den Ausstellern war erfolgreich. Vor jedem Markttag erschien ein Artikel eines potenziellen Ausstellers in den Print- und digitalen Medien und sorgte damit für Werbung auch über die Grenzen des Feldatals hinaus.

Insgesamt war laut Michael Schneider trotz Corona viel los, »aber alles war anders«. Viele Anfragen erreichten den Verein aus überregionalen Medien und aus Ministerien, und man hatte so die Möglichkeiten, sich darzustellen und an einigen Aktionen teilzunehmen. Beispiele sind etwa »Hessen helfen Hessen« oder die Fernsehsendung »Klaus kocht vorm Haus« und die Feldataler Einkaufshilfe. Letztere wird von den Bürgern rege genutzt. Mindestens ein bis zwei Auslieferungen erfolgen pro Tag.

Als Wertschätzung für die Arbeit erhielt das Team eine Spende vom Landtagsvizepräsidenten. Die Nutzung des Bürgerbusses sei gut. Manuel Günzel vom Gewerbeverein legte ein Malbuch mit Motiven aus dem Feldatal für Kinder auf, welches bereits großen Absatz fand. Es ist im Blumenladen Schermer erhältlich.

Die installierte Weihnachtsbeleuchtung bedeutete in der Corona-Zeit »Lichter der Hoffnung«. Es wurde auf die Notwendigkeit verwiesen, online präsent zu sein.

Nach dem Bericht des Vorsitzenden erläuterte Kassenwartin Maike Schott eine insgesamt gute Kassenlage. Der aktuelle hohe Kassenbestand diene als Rücklage für eine Neuanschaffung eines Bürgerbusses, wenn der aktuelle mal in die Jahre gekommen ist.

Rücklage für neuen Bürgerbus

Im nächsten Tagesordnungspunkt ging es um Möglichkeiten und Chancen trotz der Corona-Pandemie. Für den Vogelsbergkreis und auch für die Gemeinde Feldatal gebe es derzeit hier viele Pluspunkte. Viele Menschen zieht es aufs Land, wo es vergleichbar mit den Städten eine deutlich bessere Lebensqualität gibt.

So stehen beispielsweise in Feldatal je Bewohner 22 000 Quadratmeter Grünfläche, im Vogelsbergkreis noch 13 000 Quadratmeter und in den Städten über 100 000 Einwohnern nur noch 31 Quadratmeter und bei über 500 000 Einwohnern nur noch 25 Quadratmeter an Fläche zur Verfügung. Baulandpreise seien niedrig. Hier mahnt Michael Schneider unbedingt die Schaffung neuer Baugebiete in Feldatal an. Diese Forderung sei schon mehrere Jahre alt und werde bisher blockiert und vor sich hergeschoben. Es gebe für interessierte junge Familien eigentlich keine Bauplätze mehr und hier müsse unbedingt gehandelt werden.

Überall rund um Feldatal tue sich auf diesem Gebiet etwas, »nur bei uns nicht«, so Schneider weiter. Man liege mitten in Deutschland und könne einiges bieten. Das Thema müsse in der neuen Gemeindeverwaltung eine hohe Priorität haben.

Geplant für das laufende Jahr sind beim Gewerbeverein unter anderem der Ausbau des Fahrerpools für den Bürgerbus, eine Portraitserie der Mitgliedsbetriebe und ein fixer Termin mit dem Bürgermeister. Der Bauernmarkt wird wieder am 16. April starten und es werden neun Termine angeboten, die rechtzeitig bekanntgegeben werden.

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