24. November 2022, 21:27 Uhr

Ausstellung zu »Eisen« verlängert

24. November 2022, 21:27 Uhr
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Aus der Redaktion
Die Ausstellung von Evangelos Papadopoulos im Kunstturm ist weiterhin zu sehen. FOTO: PM

Die Ausstellung von Evangelos Papadopoulos - »Die Magie des Eisens, die Magie der Form« - im Kunstturm Mücke kann weiterhin besichtigt werden. Der Künstler stellt die Arbeiten dem Verein bis zur nächsten Ausstellung im Frühjahr 2023 zur Verfügung, wird mitgeteilt.

Die außergewöhnliche Architektur des Ausstellungsraums neben der Schreinerei HolzArt und gegenüber des Aquariohms ermöglicht es, die Werke auch durch die großzügigen Fensterfronten zu sehen. Zum Einbruch der Dunkelheit springt die Beleuchtung der Arbeit an und die Werke können von außen bis etwa 21 Uhr wahrgenommen werden. Besonders interessant sind die mehrfachen Spiegelungen, die sich durch die Scheiben ergeben.

Der Künstler zu seiner Installation: »Stahl ist der Ausgangspunkt. Es entstehen Skulpturen, ein animiertes 3D-Modell und eine Installation. Material und Erscheinung, wie beeinflussen sie sich gegenseitig? Wie entsteht bei dem intuitiven Formungsprozess mit dem Material Stahl die endgültige Gestalt? Aus welchen unbewussten Tiefenschichten, Erinnerungen, Kraftquellen speist sich die Formgebung? Die Idee von Wachstum, von Komplexität und die Entfaltung der Form im Raum stellen einen weiteren wichtigen Bestandteil der Ausstellung dar.

Anmutungen an vertrauten organischen Strukturen werden spürbar. Ähnlich den Wolken in ihrem unendlichen Wechsel von entstehenden und vergehenden Gestalten oder den Bäumen und ihren vielfältigen Wuchsformen, überall ist es das lebendige Geschehen, welches eine große Faszination ausübt. Es geht dabei allerdings nicht um eine einfache Abbildung von Natur.

Es sind Inspirationen, eigene Schöpfungen, die innerhalb komplexer Strukturen kulminieren. Die Skulpturen gestalten sich primär als Wandobjekte, die zusätzlich vernickelt wurden. Das beständige Metall ist impulsiv verformt und erinnert an textile Stoffe mit ihren verzweigten Faltungen. Linien, Stäbe und auch geometrische Fragmente durchziehen das stoffähnliche Volumen und bilden ein festes Gefüge innerhalb der Arbeit.

Das reflektierende Licht auf der Oberfläche offenbart die körperliche, aber auch maschinelle Bearbeitung des Materials und macht die Spuren auf der Oberfläche sichtbar. Je nach Perspektive erscheinen neue Reflexionen und Faltungen inmitten der Skulpturen.«

Die Ausstellung kann auch weiterhin wie gewohnt nach telefonischer Vereinbarung (0172/1365286) besucht werden. Gefördert wird sie unter anderem von der Art Regio, dem Kulturengagement der Sparkassenversicherung.



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