08. Oktober 2021, 21:51 Uhr

Arztpraxis kann nicht arbeiten

08. Oktober 2021, 21:51 Uhr
Avatar_neutral
Aus der Redaktion
Bei der Explosion des Geldautomaten in der Gemündener Bahnhofstraße wurde auch die angrenzende Arztpraxis schwer beschädigt. Dort kann momentan nicht gearbeitet werden. FOTO: PM

Durch die Explosion bei der Sprengung des Geldautomaten der VR Bank in Nieder-Gemünden am Morgen des 27. Septembers wurde auch die Zweigpraxis der Hausärztepraxis Gleen-Felda in den angrenzenden Räumen schwer beschädigt. Die Haustür der Praxis und die Wand daneben wurden eingedrückt, die Decke angehoben und so schwer beschädigt, dass diese in der gesamten Praxis ausgetauscht werden muss.

Die gesamte Praxis wurde mit einer klebrigen Schicht Feinstaub überzogen, heißt es seitens der Betreiber. »Sämtliche elektrischen Geräte wurden beschädigt und müssen ersetzt werden. Computer, Monitore, Drucker, Scanner, Kartenlesegeräte funktionieren nicht mehr«. Auch die Telefonanlage wurde zerstört, ebenso das EKG und das Ultraschallgerät. Der materielle Schaden für die Praxisinhaber belaufe sich auf einen hohen fünfstelligen Betrag. Die Praxis kann seitdem nicht mehr betrieben werden. Im Keller existiere noch ein einzelner funktionierender Arbeitsplatz im Raum für die Infektsprechstunde - außer einem Zugriff auf den Server in Kirtorf seien aber keine Aktionen wie zum Beispiel das Einlesen von Versicherungskarten möglich. Die Praxis wurde inzwischen von einer Spezialfirma gereinigt und es seien bereits am Folgetag der Explosion Aufträge zur Ersatzbeschaffung erteilt worden. Dies gestalte sich aber schwierig - dies liege an der Komplexität der benötigten Geräte und der aktuellen Marktsituation. Die selbst für einen Notbetrieb unbedingt erforderlichen Computer und Kartenlesegeräte seien schwierig zu beschaffen. Man hoffe, dass ab Mitte nächster Woche Installationsarbeiten erfolgen können. Es sei aber noch nicht klar, ob die Praxis wie bisher geplant ab dem 18. Oktober zumindest wieder eingeschränkt in Betrieb gehen kann.

»Unsere Patienten können weiterhin in der Stammpraxis in Kirtorf behandelt werden. Dass dies viele Menschen aus Gemünden vor Probleme stellt, wissen wir. Wir bitten Patientinnen und Patienten um Geduld, Praxis und Team haben die Situation nicht zu verantworten und versuchen mit Hochdruck, so bald wie möglich wieder Sprechstunde in Nieder-Gemünden anbieten zu können,« sagt Michael Buff. Aktuelle Informationen gebe es auch auf der Homepage der Praxis unter www.hpgf.de.



0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos