19. Mai 2014, 14:28 Uhr

Latexfarbe macht A 5 dicht

Alsfeld (pwr). Zu einem folgenschweren Auffahrunfall kam es in der Nacht zum Montag auf der A5 in der Gemarkung von Romrod. Ein Autofahrer aus Oberheldrungen krachte gegen 1.15 Uhr auf dem Weg in Richtung Frankfurt mit seinem Golf in ein Gespann mit Farben.
19. Mai 2014, 14:28 Uhr
Die Autobahn war von Trümmerteilen und Latexfarbe beeinträchtigt und musste stundenlang gesperrt werden. (Foto: pwr)

Durch den Aufprall überschlug sich das Zugfahrzeug und blieb kopfüber auf der Fahrbahn liegen, der Anhänger riss ab und verteilte seine farbige Ladung auf einer Länge von 200 Metern zwischen den Anschlussstellen Alsfeld-West und Homberg (Ohm). Zwei Menschen wurden durch den Unfall verletzt, sie wurden vor Ort von einer Notärztin behandelt und mit Rettungswagen in umliegende Krankenhäuser eingeliefert. Die Feuerwehr Alsfeld war mit über 30 Feuerwehrleuten im Großeinsatz.

Bei der Farbe auf dem polnischen Gespann handelte es sich laut Polizeiangaben um eine schnelltrocknende Latexfarbe. Die Fahrbahnoberfläche wurde dadurch so beeinträchtigt, dass die A 5 ab dem Hattenbacher Dreieck für den Verkehr in Richtung Frankfurt voll gesperrt werden musste. Zu einer Gefährdung von Personen und der Umwelt kam es nach Auskunft der Feuerwehr nicht. Erst am Montag gegen 13 Uhr konnte nach mühevoler Renigung wieder eine Fahrspur frei gegeben werden.

Wie Stadtbrandinspektor Michael Eilts an der Unfallstelle informierte, bereitete den Feuerwehrleuten die Etikettierung der Farben Schwierigkeiten. »Die Farbeimer waren nur auf Polnisch beschriftet«, so der Stadtbrandinspektor. Vorsorglich dichteten die Feuerwehrleute alle Kanaleinläufe auf der Autobahn ab. Erst über das Transport-Unfall-Informations- und Hilfeleistungssystem (TUIS) der chemischen Industrie konnten die Farbe und ihre Eigenschaften genau zugeordnet werden. Mit Besen, Schaufeln, Bindemitteln und Fässern versuchte die Feuerwehr vergeblich die Fahrbahn zu reinigen. »Dafür sind Spezialgeräte nötig«, schilderte der Stadtbrandinspektor nach einigen vergeblichen Versuchen.

An der Fahrbahn, der Schutzplanke und den Fahrzeugen entstand laut Polizeiangaben ein Sachschaden von mindestens 100 000 Euro. Die Fahrzeuge, die zwischen der Anschlussstelle Alsfeld West und der Unfallstelle standen, wurden rückwärts über die Anschlussstelle Alsfeld-West ausgeleitet. Auf den Bundes- und Landesstraßen in Richtung Süden kam es zu Stauungen durch die Fahrer, die die weiträumige Umgehung über die A 7 und die A 66 nicht eingehen wollten.

Die Reinigungsmaßnahmen der Fahrbahndecke haben vom frühen Morgen noch mehrere Stunden in Anspruch genomen, so dass es in diesem Bereich zu erheblichen Verkehrsbehinderungen kam. So staute sich der Verkehr auf der B 62 bei der Autobahnauffahrt Alsfeld-Ost kilometerlang. Auf der B 49 nach Gießen waren viele Lkw unterwegs. Die Fahrbahn wurde durch Spezialfahrzeuge mit Hochdruckreinigern und Wasser von der Farbe befreit.

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