28. September 2020, 21:22 Uhr

»Individualverkehr auf dem Land herausragend«

28. September 2020, 21:22 Uhr

Schwalmstadt/Vogelsbergkreis (pm). Ein klares Bekenntnis für den Weiterbau der A 49 haben verschiedene CDU-Landes- und Kommunalpolitiker aus der Region am Montag bei einem Baustellenbesuch der im Bau befindlichen A 49 bei Schwalmstadt-Treysa abgegeben. Aus dem Vogelsberg waren Landtagsabgeordneter Michael Ruhl, CDU-Kreisvorsitzender Jens Mischak sowie Antrifttals Bürgermeister Dietmar Krist dabei.

»Wir sind für den zügigen Baubeginn der A 49 und begrüßen die klare Haltung der politisch Beteiligten, diesen jetzt zu verwirklichen. Wir bekennen uns zu diesem Großvorhaben«, hieß es bei einem Termin auf der Baustelle.

Man habe leidvoll erlebt, dass die A 49 bei Neuental-Bischhausen (Schwalm-Eder) im Feld endete und jahrzehntelang praktisch ungenutzt blieb, während die A 5 und A 7 und die umliegenden Bundesstraßen B 254, B 3 und B 62 überlastet seien.

Der Lückenschluss der A 49 bis zum Ohmtaldreieck bei Gemünden sei wichtig für die Menschen, die an den viel belasteten umliegenden Straßen wohnen und seit Jahren auf Entlastung warteten. Die A 49 sei auch von großer Bedeutung für den zentralhessischen Raum in den drei Landkreisen. Viele Industrie- und Gewerbegebiete seien auf eine gute verkehrliche Anbindung an das übrige Autobahnnetz angewiesen. Die Fertigstellung der A 49 werde auch »neue Arbeitsplätze entlang ihres Streckenverlaufs schaffen«. Dies sei gerade für die eher strukturschwache Region wichtig und könne Pendelstrecken für die Menschen reduzieren. Dieses Projekt dürfe nicht im »ideologischen Nebel von Diskussionen um Klimaschutz und Verkehrswende geopfert werden«. Trotz notwendigem Ausbau des ÖPNV werde der Individualverkehr im ländlichen Raum immer eine herausragende Rolle haben.

Der lange und intensive Planungsprozess zeige den »guten Abwägungsprozess der Argumente für und wider das Vorhaben«. Letztlich hätten sich alle relevanten Beteiligten auf die nunmehr festgelegte Streckenführung verständigt. Durch Urteile des Bundesverwaltungsgerichts sei der Planfeststellungsbeschluss mittlerweile bestandskräftig.

Alle Eingriffe in die Natur würden ausgeglichen

Am Beispiel des Vogelsbergkreises sei die Bedeutung des Waldes ablesbar. Wenn im Dannenröder Forst bei Homberg rund 27 Hektar des etwa 1000 Hektar großen Waldgebietes und im Herrenwald rund 65 Hektar Wald für die Infrastrukturmaßnahme gerodet werden, sei sichergestellt, dass dieser Eingriff ausgeglichen wird. Für jeden Quadratmeter Wald, der gerodet wird, werde an anderer Stelle mindestens ein Quadratmeter Wald neu gepflanzt. Um die Artenvielfalt zu erhalten, würden Biotope angelegt und Habitaträume geschaffen. »Letztlich werden alle Eingriffe in die Natur ausgeglichen.«

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