08. September 2020, 22:03 Uhr

Kurzarbeit für Hessenhallen-Mitarbeiter

08. September 2020, 22:03 Uhr
SPD-Vertreter in Alsfeld im Gespräch mit Hessenhallen-Geschäftsführer Christian Schmidt. FOTO: PM

Die Corona-Pandemie trifft die Veranstaltungsindustrie besonders hart. Der Geschäftsbetrieb kam Mitte März von heute auf morgen praktisch zum Erliegen, bis heute können Veranstaltungen nur unter erheblichen Einschränkungen durchgeführt werden, von Normalität kann keine Rede sein. Hiervon betroffen ist auch die Alsfelder Hessenhalle, einer der größten Veranstaltungs- und Messeorte in der Region. In einem Gespräch mit Christian Schmidt, Geschäftsführer der Hessenhalle Alsfeld GmbH, informierten sich der Vorsitzende der Vogelsberger SPD, Patrick Krug, der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, Matthias Weitzel, sowie der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Alsfelder SPD, Carsten Weitzel, direkt vor Ort über die Lage der Branche.

Christian Schmidt berichtete über den plötzlichen Lockdown im März dieses Jahres. »Eine Woche vor einer unserer größeren Veranstaltungen, der Jagdmesse, mussten wir diese wegen der aktuellen Entwicklung absagen. Allein hier sind uns enorme Kosten für Werbung im Vorfeld entstanden, die wir jetzt erst einmal ohne die entsprechenden Einnahmen verkraften müssen.« Für die Hessenhallen-Mitarbeiter ziehe der Ausfall von mehr als der Hälfte aller geplanten Veranstaltungen 2020 bis heute Kurzarbeit nach sich. »Wir sind froh, dass wir wenigstens die Kurzarbeitsgelder bekommen, die anderen Hilfsprogramme von Land und Bund passen nicht auf unseren Betrieb«, stellt Schmidt fest.

»Die Hessenhalle ist enorm wichtig für unseren Veranstaltungs- und Messestandort hier im Vogelsberg«, so Patrick Krug. »Die familiäre Atmosphäre der Veranstaltungen wird von vielen geschätzt. Alsfeld hat sich einen guten Ruf als Veranstaltungsort erarbeitet. Hotels, Gastronomie, Geschäfte und Handel profitieren vom Zugpferd Hessenhalle.« Es sei daher auch für Alsfeld und den Vogelsberg wichtig, dass die Veranstaltungsbranche unter Berücksichtigung des Infektionsgeschehens und des Gesundheitsschutzes nach und nach wieder zur »neuen« Normalität zurückkehren könne. Geschäftsführer Schmidt führte aus, dass man bestrebt sei, durch Hygienekonzepte die Gesundheit der Besucher zu gewährleisten. »Wir arbeiten gut mit den Gesundheitsbehörden zusammen«, betonte Schmidt.

Flexible Lösungen nötig

»Problematisch sind die unterschiedlichen Vorschriften in den Bundesländern. In Hessen gilt momentan eine Grenze von 250 Besuchern, in anderen Ländern sind bis zu 1000 erlaubt.« Schmidt befürchtet eine Verlagerung von Veranstaltungen in andere Regionen. Derzeit eruiere man Möglichkeiten, wie die nächsten Veranstaltungen durchgeführt werden können. Hierbei sei der Gesundheitsschutz wichtig. »Ohne Veranstaltungsorte wie die Hessenhalle wäre unsere Region um einiges ärmer«, fasste es Matthias Weitzel zusammen. »Wir brauchen aber flexible, auf den jeweiligen Standort angepasste Konzepte, um Veranstaltungen möglich zu machen.«

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