04. September 2020, 21:31 Uhr

Geldautomatensprenger vor Gericht

04. September 2020, 21:31 Uhr
In einer provisorischen Leichtbauhalle in Gießen wird gegen eine Bande von Automatensprengern verhandelt. FOTO: SCHEPP

In Gießen hat am Freitag der Prozess gegen sieben Männer begonnen, die reihenweise Geldautomaten gesprengt haben sollen. Die Verhandlung findet in einem eigens für das Landgericht errichteten Zeltbau statt, damit die wegen der Corona-Pandemie angeordneten Abstandsregelungen eingehalten werden können.

Die 22 bis 36 Jahre alten Verdächtigen sollen nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt im vergangenen Jahr sechs Automaten in Hessen und einen im thüringischen Eisenach gesprengt haben. Dabei sollen sie insgesamt mehr als 400 000 Euro erbeutet haben. In Schlüchtern (Main-Kinzig-Kreis) und Alsfeld gelangen laut Anklage die Taten. In Bad Soden und Friedberg explodierte zwar das in den Geldeingabeschacht eingeleitete Gas, dort kamen die Kriminellen aber nicht an das Geld heran. In Marburg, Hofheim sowie in Eisenach im Nachbarbundesland Thüringen kam es zu keiner Explosion. »Das Verfahren zeigt die gesamte Bandbreite dessen, was bei einer solchen Tat passieren kann«, sagte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft. Die Ermittler werfen den Männern schweren Bandendiebstahl, Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion sowie Sachbeschädigung vor. Die Sprengungen werden den Ermittlern zufolge üblicherweise mit einem Gasgemisch herbeigeführt. Daher sei die Tat auch für Passanten gefährlich. In der Vergangenheit sei es bereits zu erheblichen Sach- und Gebäudeschäden gekommen.

Das LKA richtete im Frühjahr 2019 eine Ermittlungsgruppe ein, die sich mit Geldautomatensprengungen befasst.

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