28. August 2020, 21:53 Uhr

Autobahn

Einsatz im Dannenröder Wald abgebrochen

Wieder Polizei im Dannenröder Wald. Gesetzeshüter sicherten am Freitag Waldarbeiter, die Barrikaden wegräumten.
28. August 2020, 21:53 Uhr
Polizisten waren am Freitag bei einer Aktion im Dannenröder Forst zur Sicherung von Waldarbeitern abgestellt. Diese sollten auf Betreiben des Schenck’schen Forstames Blockaden auf Waldwegen entfernen. FOTOS: PM

Laut Pressemitteilung von Deges und Forstamt hätten »massive Beschädigungen an Zufahrtswegen und im Wald selbst« das Schenck’sche Forstamt Schweinsberg veranlasst, »Maßnahmen zur Wiederherstellung der Sicherheit im Wald und des forstwirtschaftlichen Betriebes durchzuführen«. Seit Wochen verzeichne man im Zusammenhang mit der Waldbesetzung eine massive Zunahme von Sachbeschädigungen.

»Zufahrtschranken werden zerstört, Wege und Hochsitze werden wiederholt beschädigt und Baumaterial aus Holz und Beton, das offensichtlich für den Ausbau des Besetzercamps oder für Blockaden gedacht ist, wird illegal in den Wald gebracht«, so Hubertus Bieneck, Leiter des Forstamts. In der Vergangenheit sei es »gehäuft zu direkten Bedrohungen der Forstamtsmitarbeiter durch Waldbesetzer« gekommen.

Bieneck: »Für die Sicherheit der Mitarbeiter bei den notwendigen Arbeiten haben wir um Schutz durch die Polizei gebeten.« Forstamt und die Deges schreiben weiter, dass es sich bei der Aktion am Freitag »nicht um eine Räumung des besetzten Waldes handelt«. Die bestehenden Baumhäuser seien nicht betroffen.

Defekt an Bagger

Um die Wirtschaftswege zu schützen, wurde ein Sicherheitsdienst engagiert. Seine Aufgabe sei die Kontrolle der Waldwege und Schranken zur Einhaltung der Waldnutzung im Rahmen des allgemeinen Betretungsrechts sowie im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht des Waldbesitzers. Darüber hinaus soll er die Umgebung von Waldwegen und Schranken zur frühzeitigen Erkennung von Schäden, Waldbränden und Rechtsverstößen beobachten. Der Sicherheitsdienst sei an der Aktion am Freitag nicht beteiligt gewesen. Auch die Polizei begründete den Einsatz damit, die Verkehrssicherheit im Wald zu gewährleisten und die Arbeiter zu schützen. Im Umfeld der Aufräumarbeiten werde es »bei einem friedlichen Verlauf keine weiteren polizeilichen Maßnahmen geben.« Eine Räumung der Baumhäuser erfolge definitiv nicht.

Zum Schutz der Forstarbeiter, welche Hindernisse und Barrikaden mit Bagger und Lkw von den Wegen räumten und beschädigte Wege ausbesserten, sei »eine entsprechende Anzahl« von Kräften der Polizei im Einsatz gewesen. Nachdem ein Teil der Hindernisse entfernt sowie verladen war und einzelne Wegstücke ausgebessert waren, hätten sich mehrere der Aktivisten in den Bereich der eingesetzten Maschinen begeben. »Die gefahrlose Durchführung der Arbeiten war daraufhin nicht mehr möglich und sie wurden umgehend eingestellt,« so Polizeisprecher Martin Ahlich.

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