14. August 2020, 21:36 Uhr

Abstände in Schule einhalten

14. August 2020, 21:36 Uhr
Vor den Ferien werden die Jugendlichen an der Ohmtalschule in kleineren Gruppen unterrichtet, um Abstand zu halten, wie Schulleiter Carsten Röhrscheid zeigt. Nun kommen sie wieder im Klassenverband zusammen. FOTO: JOL

Darauf haben Schüler und Lehrer lange gewartet: Die Schule geht wieder los, nach Corona-Einschränkungen und den Sommerferien endlich im gewohnten Modus. Und doch ist alles ein bisschen anders, wie eine Nachfrage bei Schulen und Schulamt zeigt. So herrscht im Gebäude und auf dem Schulhof Maskenpflicht, in Klassenräumen soll der Unterricht ohne Mundschutz laufen.

»Die Klassen kommen ganz normal zusammen, damit man den üblichen Unterricht halten kann«, das freut Carsten Röhrscheid, Leiter der Gesamtschule Homberg. Die Unterschiede zum Normalbetrieb sind nicht so groß. So werden am Dienstag die Fünftklässler begrüßt, »aber im Freien, damit die Abstände eingehalten werden können«.

Beim Sportunterricht ist keine Maske nötig, das wäre auch schwierig bei sportlicher Betätigung. Allerdings müssen die Jungen und Mädchen in der Umkleide den Mundschutz aufsetzen. Positiv findet Röhrscheid, dass die Schule Masken mit höherem Schutzfaktor erhält.

Im Schulgebäude wird Wert auf Abstände zwischen den Menschen gelegt. So ist in den Toiletten nur eine begrenzte Anzahl an Schülerinnen und Schülern erlaubt. Deshalb sollen Lehrer auch mal den Toilettengang im Unterricht erlauben, um den Andrang in Pausen zu begrenzen. Die Ohmtalschule gibt für die Pausen Bereiche für die Klassenstufen vor, um eine Mischung der Jugendlichen zu begrenzen.

Bislang ist unklar, ob in der Cafeteria die Vorgaben wie in der Gastronomie gelten. »Das wäre schwierig, dann dürfen nicht so viele in die Cafeteria«, überlegt Röhrscheid. Immerhin gehen mittags über 80 Essen heraus, auch für die Mittagsbetreuung der Grundschule. Die Einnahme im Raum der Cafeteria wird da schwierig.

Recht genau kann Silke Lang-Michaelis einschätzen, wie die Hygienevorschriften in der Grundschule Oberes Ohmtal umgesetzt werden können. So hat sich inzwischen herausgestellt, dass es nicht nötig ist, die Klassen mit Abstand und nacheinander in die Pause zu schicken. »Wir haben ein großes Schulgelände, da können sich die Kinder verteilen und es gilt Maskenpflicht«, sagt die Schulleiterin. Das hat dieser Tage der Hygieneplan Corona aus Wiesbaden klargestellt. Nur im Klassenraum brauchen die Kinder keine Maske.

In einem Punkt ist Lang-Michaelis erleichtert: »Wir hatten Glück, bei uns gab es keinen Verdachtsfall auf Corona oder gar einen Krankheitsfall«. Das Kollegium ist gut durch die coronageprägten Monate gekommen.

Allerdings gehören zwei Lehrerinnen der Grundschule zur Risikogruppe und sind vom Präsenzunterricht befreit. Sie bereiten nun den Unterricht mit vor und unterstützen in der Verwaltung der »Schule im Grünen«. Dafür wurde eine Pädagogin mit einer halben Stelle eingestellt, die direkt mit den Kindern arbeitet.

Das bestätigt auch Volker Karger vom Staatlichen Schulamt, das für die Personalversorgung zuständig ist. Es gibt einige Lehrkräfte, denen ein Arzt attestiert, dass der Unterricht im Klassenraum gefährlich wäre. Für diesen Fall wird über zusätzliche Kräfte der Präsenzunterricht abgesichert, so der stellvertretende Amtsleiter. »Wir blicken optimistisch auf den Montag.«

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