Vogelsbergkreis

Wie sicher fühlen sich die Alsfelder?

Wie sicher fühlen sich Bürger in Alsfeld? Diese Frage steht im Zentrum einer repräsentativen Bürgerbefragung der Justus-Liebig-Universität Gießen, die im Rahmen der Sicherheitsinitiative Kompass stattfindet. »Durch die Teilnahme am Programm verspricht sich die Stadt wichtige Erkenntnisse über das Sicherheitsempfinden der Bürger vor Ort in der Kernstadt und den Stadtteilen. Die Befragung ist ein wichtiges Instrument«, erläutern Bürgermeister Stephan Paule und Monika Kauer, Leiterin des Fachbereichs Bürgerdienste und Feuerwehren. »Je mehr sich an dieser Befragung beteiligen, umso aussagekräftiger sind die Daten und Erkenntnisse.«
27. Juli 2020, 21:15 Uhr
Redaktion
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Aufnahme in das Programm Kompass: Polizeipräsident Günther Voß, Bürgermeister Stephan Paule, Staatssekretär Stefan Heck (v. l.). FOTO: PM

Wie sicher fühlen sich Bürger in Alsfeld? Diese Frage steht im Zentrum einer repräsentativen Bürgerbefragung der Justus-Liebig-Universität Gießen, die im Rahmen der Sicherheitsinitiative Kompass stattfindet. »Durch die Teilnahme am Programm verspricht sich die Stadt wichtige Erkenntnisse über das Sicherheitsempfinden der Bürger vor Ort in der Kernstadt und den Stadtteilen. Die Befragung ist ein wichtiges Instrument«, erläutern Bürgermeister Stephan Paule und Monika Kauer, Leiterin des Fachbereichs Bürgerdienste und Feuerwehren. »Je mehr sich an dieser Befragung beteiligen, umso aussagekräftiger sind die Daten und Erkenntnisse.«

Erhoben werden die Daten vom Lehrstuhl von Prof. Dr. Britta Bannenberg, Professur für Kriminologie an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Die Universität begleitet das Sicherheitsprogramm Kompass des Landes wissenschaftlich. 3750 Bürger in der gesamten Stadt Alsfeld werden angeschrieben und nach ihrem Sicherheitsempfinden befragt.

Die zufällig ausgewählten Bürger ab einem Alter von 14 Jahren erhalten per Post einen Brief der Stadt. Darin ist ein Internet-Link mit persönlichem Zugangscode zu dem Online-Fragebogen angegeben, der direkt online ausgefüllt werden kann. Wer den Fragebogen lieber schriftlich ausfüllen möchte, kann diesen kostenlos per Rückantwortkarte anfordern. Die Belange des Datenschutzes wurden im Vorfeld bei der Entwicklung der Bürgerbefragung mit dem Hessischen Datenschutzbeauftragten abgeklärt.

Die Beantwortung der Fragen erfolgt unter der Wahrung der Anonymität. Konkret heißt das, dass die Stadt weder Kenntnis davon erhält, ob eine angeschriebene Person an der Befragung teilnimmt, noch wer wann zu welchem Zeitpunkt den Fragebogen ausfüllt. Die zufällig ausgewählten Bürger werden gebeten, den Fragenkatalog innerhalb von 14 Tagen nach Erhalt des Anschreibens zu beantworten. Im Anschluss wird die Professur für Kriminologie der Justus-Liebig-Universität die Antworten auswerten.

Parallel zur Auswertung der Sicherheitsbefragung ist für den Spätherbst eine Sicherheitskonferenz mit der Polizei geplant, bei der Vertreter von Schulen, sonstigen Einrichtungen, Vereinen und Verbänden ihre Einschätzung zum Thema Sicherheit einbringen können.

Diese Veranstaltung sollte ursprünglich schon vor der Befragung stattfinden, musste wegen der größeren Teilnehmerzahl in Zeiten von Corona allerdings in den November verschoben werden. Aufbauend auf den Ergebnissen der Bürgerbefragung und der Sicherheitskonferenz werden im Dialog mit den Bürgern und der Polizei passgenaue Präventionsmaßnahmen erarbeitet, die in ein Sicherheitskonzept einfließen. Die Sicherheitsinitiative Kompass ist ein Angebot des Hessischen Innenministeriums an die Städte und Gemeinden. Das Programm wurde in 2017 in vier Modellkommunen gestartet und Mitte 2018 landesweit eingeführt. Ziel ist es, die Sicherheitsarchitektur in den Kommunen individuell anzupassen und weiterzuentwickeln. Alsfeld wurde als 62. Kommune in das Programm aufgenommen.

Artikel: https://www.giessener-allgemeine.de/regional/vogelsbergkreis/art74,693658

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