14. Juli 2020, 21:55 Uhr

Impulse für die Hosentasche

14. Juli 2020, 21:55 Uhr
Pfarrerin Antje Armstroff vor dem improvisierten Altar beim Gottesdienst im Freien. FOTO: AU

Nachdem in den vergangenen Wochen und Monaten die Kirchen wegen der Corona-Pandemie für Gottesdienste nicht geöffnet waren, wurden in den evangelischen Kirchengemeinden in Ulrichstein und Feldkrücken vermehrt Gottesdienst-Texte zum Mitnehmen an der Kirchentür angeboten. An Pfingsten wurde ein »Stationen-Gottesdienst unterwegs« gefeiert, es gab ferner auch noch Video-Gottesdienste und Telefonandachten. Am vergangenen Sonntag nun trafen sich die Gläubigen im Ulrichsteiner Stadtpark zu einem »Gottesdienst im Freien«.

Impulse im Briefumschlag

Pfarrerin Antje Armstroff zeigte sich erfreut über den sehr guten Besuch, da dies auch gleichzeitig der Auftakt zu der Gottesdienst-Sommerreihe unter dem Titel »Gottkontakt« war.

Seit dem vergangenen Wochenende weht deshalb auch die Fahne »Gottkontakt« vor den Kirchen Ulrichstein und Feldkrücken. Sie soll dazu einladen, mit Gott in Kontakt zu treten und erinnert an das Motto der Aktion »…denn keinem von uns ist Gott fern.«

Vielleicht gehörten der Kontakt zu Gott und das Beten sowieso schon zum Alltag »wie die Luft zum Atmen«, meinte die Pfarrerin. Vielleicht sei man aber auch etwas aus der Übung? Oder man habe nie so wirklich richtigen Draht gehabt, wie das Beten gelingen könne?

Manche zweifelten daran, ob das Beten überhaupt etwas nutzt, oder ob es überhaupt etwas für einen ist. Für all diese und weitere Fragen sei in den Ferien Zeit.

In den kommenden Wochen kann man sich jeden Sonntag ab 10 Uhr vor den Kirchen in Ulrichstein und Feldkrücken einen sogenannten Sonntags-Impuls abholen, mit einem Text, einer Anregung und einem Gebet. »Was Sie daraus machen, liegt ganz an Ihnen. Vielleicht nehmen Sie den kleinen Umschlag mit nach Hause, zünden eine Kerze an und machen sich allein am Küchentisch auf dem Weg zu einem Gottkontakt. Oder Sie diskutieren mit der Familie. Mit der Nachbarin über den Gartenzaun. Oder Sie nehmen den Briefumschlag mit, suchen sich einen Platz in der Natur, an dem Sie gerne sind und lassen sich dort überraschen, was der Impuls für Sie bereithält. Vielleicht stecken Sie die kleine Karte mit dem Gebet auch einfach in Ihre Hosentasche und warten auf ihren Einsatz. Oder Sie spitzen einen Bleistift und bringen Ihre eigenen Gedanken auf der Aktionskarte zu Papier«, so die Anregungen von Pfarrerin Armstroff.

Im Gottesdienst bete man zusammen, aber sonst gebe es ganz verschiedene Formen und Wege für ein Gebet. Bis zum Ende der Sommerferien kann man an den Kirchentüren der Kirchen Vorschläge und Anregungen abholen.

Als kleine Erinnerungsstütze gab es am Ende für jeden Besucher ein Armband mit dem Titel »Gottkontakt«. Rund um das Hauptwort stehen Beispiele, wie dieser aussehen kann: »Jubeln und danken und springen und lachen. Aber auch bitten und schimpfen, klagen und flehen, summen und murmeln sowie einiges mehr«.

In ihrer Predigt ging Pfarrerin Armstroff auf den Besuch von Paulus in Athen ein.

Musikalisch wurde der Gottesdienst mitgestaltet von Karl-Friedrich Dörr am Klavier und Annette Keil, die passend zum Thema Lieder vortrugen.

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