10. Juli 2020, 21:32 Uhr

Immer wieder kräftig lüften

10. Juli 2020, 21:32 Uhr
Der Posaunenchor im evangelischen Gemeindezentrum bei seiner ersten Probe nach der Corona-Zwangspause. FOTO: HSO

Seit Mitte März ruhten mit dem sogenannten Lockdown auch die Aktivitäten in fast allen musiktreibenden Vereinen und auch an öffentliche Auftritte war seither nicht zu denken. Schuld ist die Corona-Krise, die das öffentliche Leben und auch die Proben in den Posaunenchören zum Erliegen brachte.

So auch beim evangelischen Posaunenchor in Groß-Felda. Bis heute fehlen den Bläserinnen und Bläsern die öffentlichen Auftritte in den Gottesdiensten wie an Ostern, Himmelfahrt, Pfingsten, bei den Konfirmationen sowie auch bei den Jubiläumsfeierlichkeiten im Feldatal.

Wegen der Corona-Krise fiel auch der traditionelle Ostermarkt aus und auch die vom Chor selbst geplanten Feste wie der Frühschoppen am 1. Mai und das Weinfest im Juni mussten abgesagt werden. Hinzu kamen und kommen noch weitere abgesagte Auftritte an Festzügen und Frühschoppen bis in den Oktober hinein.

Auch darüber hinaus ist mit einem Aufspielen des Chores bei größeren Veranstaltungen mindestens bis zum Jahres- ende nicht mehr zu rechnen, resümiert der Vorsitzende Gerhard Zulauf. Froh sei man aber, »dass dem Chor in der langen Zeit des Nichtstuns noch nicht die Luft ausgegangen ist«. Die Bläserinnen und Bläser wurden aber durch die dauernde Abstinenz langsam ungeduldig und so entschloss man sich bereits im Juni zu spontanen Proben im Freien, wobei aber immer die geforderten Schutz- und Sicherheitsmaßnahmen eingehalten wurden.

Da in dieser Zeit das evangelische Gemeindezentrum noch immer für Veranstaltungen geschlossen war und auch die Feldahalle wegen Renovierungsarbeiten nicht zur Verfügung stand, zog man kurzerhand nach Rücksprache mit der Gemeindeverwaltung in das Dorfgemeinschaftshaus nach Windhausen um.

Schutzkonzept eingereicht

Dort konnten die ersten Proben nach vielen Wochen unter Einhaltung der veröffentlichten Regeln problemlos stattfinden.

Aber so langsam wurde der Wunsch laut, wieder in der gewohnten Umgebung im Gemeindezentrum in Groß-Felda zu proben. Auch in den Kirchengemeinden des Gruppenpfarramtes kam das gemeindliche Leben so langsam wieder in die Gänge und so waren Gottesdienste unter großen Auflagen schließlich wieder möglich, die Kirchenmusik (Sänger, Bläser) blieb aber im Großen und Ganzen dabei außen vor.

Der Vorstand des Posaunenchores stellte beim Kirchenvorstand Groß-Felda schließlich den Antrag, die Chorproben im Gemeindezentrum wieder aufnehmen zu können und bat um Zustimmung. Dem Antrag war ein gefordertes Schutzkonzept des Chores beigefügt. Groß war die Erleichterung, als dann Anfang Juli vom Kirchenvorstand grünes Licht für die Nutzung des Gemeindezentrums gegeben wurde.

Grundlage für die positive Entscheidung waren etliche grundsätzliche Voraussetzungen, die vorliegen mussten. Zum Beispiel. »Jeder besitzt ein eigenes Instrument zum Spielen«, der Mindestabstand von 1,5 Metern wird dadurch erreicht, dass die Trennwand des Raumes geöffnet wird und somit eine ausreichend große Fläche vorhanden ist.

Außerdem wird in jeder Probe die Adresse mit Telefonnummer aller Musiker dokumentiert und die Liste an den Kirchenvorstand weitergeleitet. Besonders wichtig bei den Vorgaben ist, dass die im Instrument befindliche Flüssigkeit nicht auf den Boden entleert werden darf. Entsprechende Vorkehrungen wie Tücher auslegen oder ein anderes Behältnis aufzustellen, sind dafür zu treffen.

Hoffnung auf baldige Auftritte

Vor Übungsbeginn sind die Hände zu desinfizieren und auch zwischendurch in den vorhandenen Toilettenräumen zu waschen. Schließlich ist immer für eine ausreichende Durchlüftung des Probenraumes zu sorgen und in der Pause durch eine zusätzliche Stoßlüftung zu sorgen.

All diese Vorgaben spielten nun bei der ersten Probe am gewohnten Ort keine große Rolle und sie konnten problemlos eingehalten und erfüllt werden. Die Reihen im Chor waren durch die Ferien und Urlaub noch etwas gelichtet, aber nach kurzem »Einspielen« ging es für die anwesenden Bläser gleich richtig zur Sache.

Chorleiterin Anni ließ den neuen Marsch »Dem Land Tirol die Treue« auflegen und für den Anfang klappte es schon richtig gut. Es folgten im Laufe des Abends noch einige bekannte Polkas und Walzer aus dem Repertoire der Egerländer Musik.

Alle Musiker waren schließlich froh und erleichtert darüber , dass nun wenigstens die probenlosen Zeit ein Ende hat und man wünscht sich sehnlichst die ersten öffentlichen Auftritte herbei.

Da das Grillen in der Öffentlichkeit unter Einhaltung der bekannten Pandemie-Regelungen nun grundsätzlich wieder erlaubt ist, lud der Chor spontan zu einer internen Grillfeier rund um das Gemeindezentrum für den 29. Juli ab 19 Uhr ein.

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