01. Juni 2020, 17:56 Uhr

Alle Ferienfreizeiten abgesagt

01. Juni 2020, 17:56 Uhr
So hätte es auch in diesem Jahr aussehen sollen: Tobende Kinder auf den Ferienfreizeiten des Vogelsbergkreises. Wegen der Corona-Pandemie wird daraus leider nichts - es wird aber Alternativen geben. FOTO: PM

Knapp 20 abwechslungsreiche Ferienfreizeit-Angebote hatte das Jugendamt des Vogelsbergkreises in diesem Jahr für Kinder, Jugendliche und Familien geplant. Doch aufgrund der Corona-Pandemie mussten alle Freizeiten abgesagt werden.

»Wir möchten den Kindern und Jugendlichendennoch gern einige Aktivitäten in den Sommerferien anbieten, damit keine Langeweile aufkommt«, erklärt Sachgebietsleiterin Silvia Lucas. »Viele berufstätige Eltern hatten zudem fest mit der Betreuung ihrer Kinder in den Ferien gerechnet - auch hier möchten wir unterstützen. Denn aufgrund des durch die Krisensituation entstandenen Betreuungsausfalls mussten viele Eltern bereits einen Großteil ihres Jahresurlaubs in Anspruch nehmen.«

Tanzen, Basteln und Sport

Aktuell wird mit Hochdruck daran gearbeitet, die Ideen und deren Umsetzung zu entwickeln. »Wir haben Arbeitsgruppen gebildet, um die weitere Vorbereitung und Organisation besser umsetzen zu können«, so Jugendamts-Mitarbeiterin Hannah Müller.

Das Betreuungsangebot soll sich an Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 15 Jahren richten und vier Wochen der Sommerferien abdecken. »Wir gehen zum jetzigen Zeitpunkt davon aus, dass wir Gruppen mit 10 bis 15 Teilnehmern haben werden«, erklärt Müller. »Natürlich werden wir uns an die Hygiene- und Abstandsregeln halten. Wir stehen hierfür mit dem Gesundheitsamt in Kontakt, das uns beratend zur Seite steht.«

Einige Ideen für Aktivitäten gibt es bereits: Ob Spiel- oder Bastelangebote, Wochenprojekte mit einer Tanztrainerin oder sportliche Wettkämpfe - es soll ein möglichst breites Spektrum abgebildet werden. »Nun geht es unter anderem darum, zu koordinieren, welcher Sportverein, welche Gemeinde oder welche Kooperation welches Angebot umsetzt und betreut«, konstatiert Hannah Müller. »Wir möchten allerdings keinesfalls den Eindruck erwecken, Konkurrenzangebote zu bereits geplanten Angeboten wie beispielsweise Ferienspiele auf Gemeindeebene, aus dem Boden stampfen zu wollen. Vielmehr soll es eine sinnvolle Ergänzung und Erweiterung des wohnortnahen Freizeitangebots sowie eine gegenseitige Unterstützung in diesen schwierigen Zeiten sein.«

Mit Gemeinden zusammenarbeiten

Die Jugendamtsmitarbeiter würden sich zudem über eine Unterstützung durch die Städte und Gemeinden des Kreises freuen. »Beispielsweise könnten wir mit Betreuern, die aufgrund von abgesagten Angeboten in den Gemeinden freie Kapazitäten haben, zusammenarbeiten und sie mit in unsere Planung einbinden«, macht Müller deutlich. Alle Bürgermeister sind in einem Schreiben über die Pläne des Jugendamtes informiert worden. »Wir hoffen auf rege Beteiligung der Ratshauschefinnen und -chefs, damit wir den Kindern und Jugendlichen doch noch schöne und aufregende Sommerferien bereiten - und die berufstätigen Eltern entlasten können«, sagt Silvia Lucas abschließend.

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