22. Mai 2020, 22:11 Uhr

Klappstühle und eine kurze Predigt

22. Mai 2020, 22:11 Uhr
Besucher bei der Andacht im Freien an der Burg-Gemündener Kirche. FOTOV: EVA

Mit einer Andacht auf der Wiese an der Kirche in Burg-Gemünden begannen am Donnerstag in der Katharinengemeinde wieder die kirchlichen Veranstaltungen nach der Corona-Pause. Unter Einhaltung des Abstandsgebotes stand es den Besuchern frei, der Andacht stehend oder auf einer mitgebrachten Sitzgelegenheit beizuwohnen.

»Wir feiern dieses Fest mitten in der Übergangszeit zwischen Lockdown und einem Normalzustand, von dem wir nicht wissen, wann er wiederkommt und wie er aussieht«, sagte Pfarrerin Ursula Kadelka. Um in Zeiten von Corona eine Andacht halten zu können, habe vieles bedacht werden müssen. So sei eine Voraussetzung für die Feier gewesen, dass sie nicht zu lange sein darf. »Also hieß es, die Rede kurz zu halten und trotzdem die Erwartungen nicht zu enttäuschen«.

Sonntag wieder Treffen in der Kirche

Es gebe die Jahrhundertreden, die sich Menschen für lange Zeit einprägen und die ihren Weg in die Geschichtsbücher finden. Oft liege der Glanz dieser Reden in einem Satz, der alles auf den Punkt bringt, der es schaffe, Menschen zu begeistern und im Herzen zu berühren, so Kadelka. »Eine Rede, die es schafft, das einzufangen, was die Gesellschaft bewegt«. Gleiche Hoffnungen und Träume würden Menschen miteinander verbinden. Denke man nur an die Kraft von Martin Luther King mit seinen Jahrhundertworten »Ich habe einen Traum«, nämlich den von der Gleichheit aller Menschen. Oder auch die Worte von John F. Kennedy »Ich bin ein Berliner«, die zur damaligen Zeit den Menschen in der geteilten Stadt und auch in ganz Deutschland sehr viel bedeutet hätten.

»Worte können wie der Himmel auf Erden sein«, so Pfarrerin Kadelka weiter. Und um glanzvolle Worte gehe es auch in einer besonderen Rede an Himmelfahrt. Sie meinte die Abschiedsrede von Jesu im Johannesevangelium, die dem Predigttext zugrunde lag. Wer schon einmal eine Abschiedsrede gehalten habe, wisse, wie schwer das ist, wenn eigene Wehmut oder Trauer sich mit dem Verlangen mischen, etwas Gewichtiges zu sagen, etwas was bleibt, wenn man selbst geht. Musikalisch begleitet wurde die bei Feier bei herrlichem Frühsommerwetter von einigen Mitgliedern der Bläsergruppe Ohm/Felda unter der Leitung von Christine Geitl und mit den Liedern »Nun danket alle Gott«, »Da wohnt ein Sehnen tief in uns« sowie dem Irischen Segenswunsch. Am kommenden Sonntag 24. Mai, findet wieder der erste Gottesdienst nach der »Corona-Pause« um 9.30 Uhr in der Kirche in Nieder-Gemünden mit Mund-Nasen-Schutz und der Einhaltung von 1,50 Metern Abstand statt. Da die Nieder-Gemündener Kirche platzmäßig die größte in der Katharinengemeinde ist, kann dort im Gegensatz zu den anderen Kirchen der Gemeinde das vorgeschriebene Hygienekonzept umgesetzt werden. Es sind 53 Sitzplätze vorhanden und es stehen Desinfektionsmittel zur Verfügung. »Es wird anders sein als gewohnt. Aber es ist das, was uns zurzeit möglich ist«, so Pfarrerin Ursula Kadelka. Spiele doch wie bei jedem Gottesdienst die innere Beteiligung der Besucher eine große Rolle.

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