Gemeinschaft erfahren, sich wiedersehen und Gottes Nähe spüren, das sollen Erfahrungen sein, die Menschen beim ersten Gottesdienst der evangelischen Kirchengemeinde Nieder-Ohmen während der Corona-Krise erleben können.

Seit Beginn der Krise fanden keine Gottesdienste mehr in Atzenhain, Bernsfeld, Nieder-Ohmen und Wettsaasen statt. Stattdessen sind sonntags die Gotteshäuser der Kirchengemeinde unter Berücksichtigung der Kontaktbeschränkungen, des Abstandsgebots und der weiteren Hygienevorgaben zum stillen Gebet geöffnet. Dort findet man wöchentlich neu eine Wochenandacht, Materialien für Familien mit Kindern und vieles mehr zur Mitnahme ausliegen.

Gottesdienst erstmals gemeinsam

Am Himmelfahrtstag soll nun zum ersten Mal in der Krise ein gemeinsamer Gemeindegottesdienst gefeiert werden. Da die Hygienevorschriften und das kirchliche Schutzkonzept hohe Ansprüche hinsichtlich der Gewährleistung des Infektionsschutzes an Gottesdienste in Kirchengebäuden stellen, hat man sich dazu entschlossen, einen Freiluft-Gottesdienst anzubieten.

Der Kirchenvorstand hat eine Arbeitsgruppe gebildet, die sich mit der Frage nach Gottesdiensten in Zeiten von Corona beschäftigt. Am 21. Mai nun lädt die Kirchengemeinde zur Andacht auf die »Burgschoan« in Nieder-Ohmen ein. Die Andacht soll bei jedem Wetter stattfinden. Um 11 Uhr werden musikalische Solisten mit großem Sicherheitsabstand den Auftakt gestalten und im weiteren Verlauf erneut Stücke intonieren.

Die strengen Hygieneregeln verbieten bis auf weiteres Gemeindegesang und das Musizieren größerer Ensembles. Es können nicht mehr als 100 Personen teilnehmen.

Die Teilnehmenden werden zur eventuellen Rückverfolgung von Infektionsketten unter Wahrung des Datenschutzes namentlich mit Adresse und Telefonnummer erfasst werden und müssen Mund-und-Nasen-Schutzmasken tragen. Die persönlichen Angaben werden für 21 Tage aufbewahrt und anschließend vernichtet. An den Zugängen zum Gelände der Burgschoan werden die Gottesdienstbesucher überdies auf die geltenden Hygieneregeln hingewiesen. Das Gebot, mindestens 1,5 Meter Abstand zu allen Personen einzuhalten, mit denen man nicht in einem Haushalt lebt, ist von großer Bedeutung. Desinfektionsmittel werden bereitstehen. Auch unter den ungewohnten Umständen soll ein »Gefühl von Zusammengehörigkeit, Hoffnung und Freude am Glauben stark werden,« hoffen die Verantwortlichen in der Kirchengemeinde.

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