05. Mai 2020, 22:03 Uhr

STI-Gruppe schließt Standort in Grebenhain

05. Mai 2020, 22:03 Uhr

Die STI Group hat ihre Mitarbeiter sowie die Arbeitnehmervertreter über die Absicht informiert, die Aktivitäten des Werks in Grebenhain auf andere Standorte zu verlagern und die Standorte somit zu konsolidieren. Das Werk Grebenhain ist Teil des Segments Display der Gruppe und schreibt operativ Verluste.

Ziel dieser Maßnahme sei es, das Display-Geschäft der Unternehmensgruppe »für die Zukunft wettbewerbsfähig aufzustellen«. Die beabsichtigte Verlagerung der Aktivitäten Grebenhain wird die 283 Mitarbeiter des Standorts betreffen. Das Unternehmen beabsichtigt, so vielen Mitarbeitern wie möglich einen Wechsel an andere Standorte anzubieten, nach Möglichkeit auch in der Region. Die STI Group wird die Details mit den Arbeitnehmervertretern erörtern, »um konstruktive und verantwortungsvolle Lösungen für die Mitarbeiter zu finden«.

Enormer Preisdruck und starker Wettbewerb prägten den Wandel im Markt für Verkaufsdisplays. Auch die Verlagerung von Marketingbudgets in Richtung digitaler Vertriebskanäle wirke sich negativ aus. Obwohl die STI Group als Premiumanbieter in Europa positioniert ist, konnte das Unternehmen wegen des dramatischen Preisdrucks in den vergangenen fünf Jahren im Display-Markt nicht am Marktwachstum teilhaben und verzeichnete im sogenannten Display-Segment rückläufige Umsatzerlöse. Im Gegensatz sei das Packaging-Segment der Unternehmensgruppe in den vergangenen Jahren stark gewachsen.

Der Standort Grebenhain ist einer von vier Standorten, an denen Displays produziert werden. Der Standort sei von der Marktdynamik besonders betroffen. Die Gesamtleistung und der Rohertrag des Standortes hätten sich hier deutlich rückläufig entwickelt. »Eine Rentabilität konnte trotz großer Anstrengungen der Belegschaft und Geschäftsführung nicht erreicht werden«. Der Standort schreibe Verluste und die Covid-19-Effekte hätten die negative Entwicklung im ersten Quartal 2020 noch weiter verstärkt. Der Display-Bereich sei hart durch die Pandemie getroffen worden. Die Absage von Großveranstaltungen - und damit klassische Anlässe für Promotions im Handel - führte zu einem Rückgang von geplanten Umsätzen in Höhe von 20 Millionen Euro.

Diese negativen Auswirkungen würden nicht durch das Wachstum im Packaging-Segment kompensiert. »Wir haben alle Optionen für den Standort Grebenhain geprüft. Die Verlagerung ist unausweichlich, um als Unternehmensgruppe künftig erfolgreich zu sein«, sagt Jakob Rinninger, CEO der STI Group. »Wir bedauern die geplante Verlagerung in dieser für uns alle herausfordernden Zeit«. Das Unternehmen will in der Zukunft noch flexibler und noch schneller auf die Kundenbedürfnisse eingehen und setzt dabei auf eine neue skalierbare Produktionslogik durch die Integration von Display und Packaging.

»Mit dieser Konsolidierung wollen wir uns auch im Display-Bereich wettbewerbsfähig aufstellen und unsere Premiumposition bei unseren Kunden stärken«, so Rinninger weiter.

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