16. April 2020, 21:16 Uhr

Frühlingshafte Natur vom Müll befreien

16. April 2020, 21:16 Uhr
Corinna Hoser und Patrick Fiolka bei ihrer Müllsammeltour. Auf wenigen Metern finden sie unter anderem fast 150 leere Flaschen. FOTO: PM

Wenn Corinna Hoser mit ihrer Hündin Lucy spazieren geht, dann hat sie öfters eine Tasche dabei, um herumliegenden Müll auf ihrer »Gassirunde« aufzusammeln. Als sie in dieser Woche einmal eine ganz andere Route als sonst einschlug, traute sie ihren Augen kaum. In dem Flüsschen Liederbach ab dem Rückhaltebecken von Liederbach in Flussrichtung Altenburg schwammen viele Glas- und Plastikflaschen auf der Wasseroberfläche. Auch viel Unrat sammelte sich am Uferrand und zeigte ein schlimmes Bild. Traurig über diesen Anblick, postete Hoser davon ein Foto in ihren Facebook-Account und fragte, wer ihr beim Saubermachen helfen mag.

Sehr viele leere Flaschen

Noch an diesem Abend machte sich spontan ihre Nachbarin Nicole Steuernagel auf den Weg und sammelte schon 57 Flaschen ein. Mit dem Wissen, dass dort definitiv noch mehr Müll liegt, verabredeten sich Corinna Hoser und Patrick Fiolka am nächsten Tag, um weiter zu machen. So kamen weitere 86 Glasflaschen, 60 Liter Plastik- und Hausmüll sowie ein großer Eimer zusammen. Auf den nur 300 Metern, die die Drei gesäubert haben, waren es insgesamt 143 Glasflaschen und 60 Liter Unrat, darunter auch viele Scherben, die sehr gefährlich für Haus- und Wildtiere sind. Den Dreien fehlen dafür einfach nur die Worte. Wütend und traurig über so »eine absolute Respektlosigkeit der Natur gegenüber« stellt sich ihnen auch die Frage, wer dafür verantwortlich ist und wer seinen Müll achtlos wegwirft. In 90 Prozent der Flaschen war einmal Alkohol drin. »Wir wünschen uns, dass der Liederbach und das Gebiet drum herum sauber bleiben und sich so ein Bild nicht noch einmal zeigt«, so Hoser. Da ihr die Natur und Tierwelt sehr am Herzen liegen, hofft sie, dass sich die Menschen ihrer Umwelt bewusster werden und es in Zukunft viele Nachahmer gibt, die die Augen beim Spaziergang offen halten und die herumliegenden Müll aufheben und ihn entsorgen. Wobei ihr größter Wunsch wäre, »dass so eine Aktion überhaupt nicht mehr nötig ist«.

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