01. April 2020, 22:01 Uhr

Im April keine Kita-Gebühr fällig

01. April 2020, 22:01 Uhr
Kein Spielen mehr draußen: Genau wie andere Einrichtungen bleibt das Homberger Krabbelhaus in der Coronakrise geschlossen. FOTO: ARCHIV

Am Dienstag hat auch der Homberger Magistrat beschlossen, das Zahlen der Gebühren für die Kindertagesstätten vorerst für den April auszusetzen (die Alsfelder Allgemeine Zeitung berichtete am Mittwoch kurz). Denn wegen der aktuellen CoronaKrise kann derzeit in den städtischen Kindertageseinrichtungen keine reguläre Betreuung stattfinden. Dort ist nur eine Notbetreuung für sehr wenige Kinder eingerichtet, deren Eltern in Berufen arbeiten, die für den Fortbestand des gesellschaftlichen Lebens unabdingbar sind.

Der Magistrat hat sich eine neue Regelung zunutze gemacht, die der Landtag erst vergangene Woche beschlossen hatte. Danach konnte er bereits im Vorgriff auf eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung befinden, denn das Parlament kann momentan wegen der möglichen Ansteckungsgefahr nicht tagen.

Bürgermeisterin dankt Eltern

Die Stadtverwaltung wird noch eine Vorlage erarbeiten. Wann das Parlament oder ein Ersatzgremium, denn auch der Haupt- und Finanzausschuss wäre entscheidungsbefugt, wieder tagt, steht noch nicht fest. Bürgermeisterin Claudia Blum hatte bereits einen Brief an die Eltern versandt. Darin weist sie darauf hin, dass die Coronavirus-Pandemie alle vor große Herausforderungen stellt. »Für Sie als Eltern bedeutet die Schließung der Kindertageseinrichtungen eine zusätzliche Belastung. Sie mussten innerhalb kürzester Zeit Lösungen für die Betreuung Ihrer Kinder finden und haben das gut gemeistert. Herzlichen Dank für Ihren verantwortungsvollen Umgang mit dieser Ausnahmesituation«.

Natürlich sei man sich bei den Kommunalpolitikern bewusst, welche Anstrengungen das bedeutet, führt die Bürgermeisterin weiter aus.

Nach der geltenden Kostenbeitragssatzung ist die Gebühr für die Betreuung in den Kindertagesstätten eigentlich auch bei vorübergehender Schließung der Tageseinrichtungen weiterzuzahlen. Die generelle Entscheidung, ob auf die Erhebung der Kindertagesstättenbeiträge verzichtet werden kann, könne daher nur die Stadtverordneten- versammlung treffen.

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