20. März 2020, 21:27 Uhr

Corona-Virus

Auch die »Tour der Hoffnung« fällt aus

Bittere Nachricht für Kliniken und Elternvereine: Die »Tour der Hoffnung«, die jedes Jahr in Gießen startet und Millionen an Spendengeldern einfährt, muss wegen Covid-19 ausfallen.
20. März 2020, 21:27 Uhr
Die Schecks werden fehlen: Die Tour der Hoffnung wird im August nicht rollen. FOTO: MÖ

Jeweils mehr als zwei Millionen Euro hat die Tour der Hoffnung (TdH) in den letzten Jahren für krebskranke Kinder gesammelt, insgesamt sind mittlerweile fast 40 Millionen Euro zusammengekommen. Umso bitterer ist die Nachricht für Kinderkrebskliniken und Elternvereine in ganz Deutschland, die die Hoffnungsradler am Mittwoch verbreitet haben: Auch die Tour der Hoffnung 2020 fällt dem Coronavirus zum Opfer und muss abgesagt werden. »Wir sehen uns außerstande, in diesem Jahr eine Tour der Hoffnung zu organisieren. Die Unternehmen und Kommunen, auf die wir angewiesen sind, haben im Moment ganz andere Sorgen, als einen Tour-Stopp zu organisieren«, erklärte der Sportliche Leiter Mathias Rinn am Donnerstag der GAZ.

Die TdH findet traditionell zwar erst im August statt, aber die Organisation ist sehr aufwendig und braucht einen langen Vorlauf, über den die Organisatoren jetzt nicht verfügen. Denkbar sei allenfalls, im Herbst eine Eintagesfahrt analog zum Gießener Prolog durchzuführen, damit wenigstens etwas Geld in die Spendenkasse fließt. Durch einige Aktionen, die bereits gelaufen sind, kamen für 2020 schon rund 40 000 Euro zusammen; nichts im Vergleich zu den 2,3 Millionen Euro, die 2019 gesammelt wurden.

Bitter ist die Nachricht vor allem für die Kliniken und Elternvereine, die in diesem Jahr mit einer Begünstigung im sechsstelligen oder hohen fünfstelligen Bereich durch die TdH rechnen durften. Nach dem Prolog in Gießen wäre das Feld Anfang August drei Tage durchs Frankenland geradelt - mit dem Ziel an der Würzburger Unikinderklinik.

Die Absage der Tour verbinden die Organisatoren und die GAZ mit einem Spendenaufruf für die TdH und damit für krebskranke Kinder in ganz Deutschland. »Es geht um die Kinder und deren Familien, die vor deutlich größeren Herausforderungen stehen als die des Coronavirus«, heißt es in dem Aufruf. »Vielleicht können wir so wenigstens einen kleinen Teil des Spendenausfalls kompensieren«, sagt Schirmherrin Petra Behle.

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