27. Februar 2020, 21:42 Uhr

Ultraschall von innen

27. Februar 2020, 21:42 Uhr
Erst kurz im Einsatz und kaum mehr aus dem medizinischen Alltag wegzudenken: Die Endosonografie ist eine der besten diagnostischen Methoden in der Gastroenterologie, davon sind Chefarzt Dr. Johannes Roth und Petra Feick fest überzeugt. FOTO: PM

Die neueste technische Errungenschaft am Krankenhaus Eichhof stellte der Chefarzt der Inneren Medizin/Gastroenterologie Dr. Johannes Roth dieser Tage in der Einrichtung vor. Dort hat die endoskopische Ultraschalluntersuchung (EUS) Einzug gehalten. Damit werden diagnostische Methoden in der Gastroenterologie deutlich verbessert.

»Die Endosonografie gibt uns erheblich mehr Spielraum, eine schnellere und sehr präzise Einschätzung einer vorliegenden Erkrankung im oberen Verdauungstrakt sowie bei Verdacht auf einen Tumor an Galle, Gallenwegen, Bauchspeicheldrüse und Magen insgesamt vorzunehmen«, erklärt Dr. Johannes Roth die Anwendungsbereiche.

Bei dem inneren Ultraschall wird der Schallkopf - auch Sonde genannt - über den Mund in den Körper eingeführt, um auf diese Weise Ultraschallbilder aufzunehmen. Diese wichtige Untersuchungsmethode insbesondere zur Diagnostik von Tumoren stellt eine deutliche Verbesserung im Vergleich zur Untersuchung über die Haut dar. »Durch den Einsatz des Ultraschallendoskops von innen gelangt der Ultraschallkopf dichter an die zu untersuchenden Organe heran. Im Zuge dessen erhalten wir Aufnahmen, die detailgenau und störungsfrei sind«, beschreibt der Chefarzt die Vorteile des 130 000 Euro teuren Gerätes.

Die Endosonografie bietet außerdem noch einen weiteren Vorteil: »Wir haben so die Möglichkeit, eine präzise Stadienbestimmung - das sogenannte Staging - durchzuführen, welches die Feststellung des Tumorstadiums erlaubt, und wir können dadurch eine schnellere Entscheidung treffen, zu welcher Therapie wir dem Patienten raten«, erklärt der Gastroenterologe.

Schmerzfreie Untersuchung

Ein weiterer Vorzug sei, die Endosonografie zur Durchführung von Biopsien einzusetzen. Dabei werde eine Feinnadel durch einen Hohlraum bis zur Sonde geleitet und erlaube die Punktion von entartetem Gewebe. »Für den Patienten ist der endoskopische Ultraschall, der ähnlich wie eine Magenspiegelung abläuft, schmerzfrei, da man durch eine kurze Sedierung in einen leichten Dämmerschlaf versetzt wird«, sagt Dr. Roth.

»Wir sind sehr froh, dass diese Methode, die vor allem ihren Platz in der Tumordiagnostik hat, nun auch hier zum Einsatz kommt«, ergänzt Vorstand Mathias Rauwolf.

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