24. Februar 2020, 21:51 Uhr

Eine Sitzung wie im Märchen

24. Februar 2020, 21:51 Uhr
Die Räte der Faschingsgemeinschaft laden zu einem närrischen Programm mit Motiven aus bekannten Märchen ein. FOTOS: SF

Atzenhain befand sich im Ausnahmezustand, zur Faschingssitzung ging es in den »Zauberwald«, hinter die sieben Berge, zur Frau Holle und zu Riesen und Zwergen. Beide Sitzungen waren am Wochenende ausverkauft und die bunte Mischung aus Wortbeiträgen, Tanz und Musik sowie Märchen der anderen Art waren Garant für gute Stimmung.

Sitzungspräsident Marcel Hönig hatte eine tatkräftige Ratsmannschaft an seiner Seite und wurde von Hofmarschall Kevin Rühl unterstützt. Das Prinzenpaar Heidi und Michael Fitzner war ebenfalls vertreten und natürlich das Kinderprinzenpaar mit Raphael Kondratkow und Greta Mathea Becker sowie Hofmarschall Joshua Kondratkow.

Spontan ergriff Prinz Michael das Mikrofon und sang »Ich bin Prinz von Atzehaa« und erntete viel Beifall. Zu beiden Sitzungen wurden Abordnungen von befreundeten Vereinen begrüßt. Pfarrer Nils Schellhaas sang auch auf der Bühne. Amely Müller und Lara Decher, die beiden Tanzmariechen, verzauberten mit ihrer Darbietung, sie werden von Selina Genth trainiert. Unterschiedliche Tanzgruppen auch aus benachbarten Orten brillierten auf der Bühne. So zeigten sich die Stangenröder Flammen, die Tanzgarde aus Flensungen, die Gruppe »Skyfall« vom NCC, die Senatoren- Garde aus Merlau, die Mickey Mouse Girls aus Geilshausen und die Nova-Tanzgruppe West-Ost aus Beltershain.

Carsten Lauer suchte dann für sich ein neues Hobby. Im Fitnessstudio sollt er an einen Stepper, doch den hat er zu Hause bei der Miete inklusive, nämlich als Treppe. Das mit dem Spinning war auch nicht seine Sache, »ein Fahrrad, das nie ankommt«. Weiter ging es mit dem Tabledance mit tanzenden Tischen und ein Reh, das an Haarausfall leidet, gehöre in eine Reh-ha.

Böser Golf und Ferrari Rocher

Ihr Debüt hatte Chantal Rühl. Sie war im Urlaub und hatte ihrem Mann den Haushalt überlassen, was nicht nur gut ausging. Ein glänzendes Highlight waren die Funken aus Lehnheim. Jessica Müller-Genth, Thomas Genth, Franz Patitz und Melanie Rozmann waren eine Schau, sie tanzten und sangen. Die Frau mit der Gitarre hatte schon auffallende Zähne und sie war auch noch auf der Suche nach ihrem Papa. Der Vater fand sich später noch. »Max und Moritz« kamen dann auf die Bühne und alle Ratsmitglieder hatten ihre Rolle in dem zauberhaft dargestellten Märchen. In Reimversform wurde es sprachlich serviert. Die Truppe wurde umjubelt.

Wenn sich das Radkäppchen im Schilderwald verirrt und dann den bösen Golf trifft, kann auch ein Ferrari Rocher nicht helfen. Mit einer perfekten »Autosprache« setzten sich Christoph Hönig in Szene. Sicherheitshalber hatte er einige Ampullen Corona mitgebracht, denn bei solch einer Menschenansammlung sei dies eine Vorsichtsmaßnahme. Wie Feen wirkten sie, die Darstellerinnen des Märchens vom »Faschingsputtel«. Tänzerisch waren sie eine Augenweide. Die Gruppe »TaktVoll« legte anschließend ebenfalls eine tolle Show aufs Parkett.

Bewegte sich der Zeiger der Uhr auch schon in Richtung Mitternacht, es herrscht Ruhe, wenn Bernd Seim die Bühne betritt. Ausgangssituation für seinen Beitrag war das grüne Telefon im Flur, welches früher von der ganzen Familie genutzt wurde.

Der eingetupperte Datenstick

Man entschied sich für das grüne Telefon, das passte zu den Eichenmöbeln und Grün könne man auch in 20 Jahren noch anschauen, Orange war zu gewagt. So war das damals. Ottmar habe den Kurs für die Internet-Silver-Surfer belegt und festgestellt, dass es früher schon eine Festplatte gab: mit Schinken, Pommes und Salat. Mit Nadel und Faden konnte man sticken und heute heiße das in »eingetupperter« Form Datenstick.

Es war ein mitreißender Redebeitrag und es gab mächtigen Beifall. Dann hatte auch seine Tochter ihn gefunden, die Zähne waren das markante Merkmal. Feurig starteten die »Firefuckers« durch. Sie präsentierten ein besonderes Wunderland. Die Narrhalla stand Kopf. Erst nach Mitternacht wurde das Finale eingeläutet. Gefeiert wurde allerdings noch bis in die Morgenstunden.

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