14. Februar 2020, 22:06 Uhr

Grünes Licht für Millionen-Etat

14. Februar 2020, 22:06 Uhr
Die Straße »Pfingstweide« in Groß-Felda ist sanierungsreif, nun soll der Kanal untersucht werden. FOTO: JOL

Grünes Licht für 5,5 Millionen Euro: Der Haushaltsplan für 2020 ist weitgehend unstrittig in der Gemeindevertretung Feldatal. Zumindest hat der Hauptausschuss in der jüngsten Sitzung das Zahlenwerk ohne Korrekturen zur Annahme empfohlen - sogar einstimmig. Kritische Worte gab es nur zu den allgemeinen Rahmenbedingungen. Der Haushalt sieht einige Investitionen vor, die allerdings auch zu einer höheren Verschuldung führen werden. Darunter sind gewinnträchtige Dinge wie eine Fotovoltaikanlage auf der Feldahalle.

Zügig wählte das Gremium einhellig Monika Becker (FWG) als Nachfolgerin des bisherigen Vorsitzenden Michael Bierbach (CDU). Ebenso zügig gingen die Abgeordneten den Haushalt durch. Ein grundsätzliches Problem lässt sich nicht lösen, die Bevölkerungszahl ist in den vergangenen Jahren zurückgegangen. Inzwischen wird wieder gebaut in Feldatal, das lasse hoffen.

Gemeinde verliert 500 Einwohner

Aber in zehn Jahren hat die Großgemeinde fast 500 Menschen und damit die Einwohnerzahl eines mittelgroßen Ortsteils verloren, wie Hans Werner Völzing (SPD) sagte. Gegen diese Entwicklung habe es keine Hilfe aus Wiesbaden und Berlin gegeben. Karl Friedrich Dörr (CDU): »Wir legen bei der Kinderbetreuung ohne Ende drauf und bemühen uns, Grundschule und Ärzte zu halten - mehr können wir nicht tun«. Marcus Görig (FWG) verwies auf die Verschuldung von aktuell rund 3,3 Millionen Euro. Wenn der Haushalt so umgesetzt wird, soll die Schuldenlast auf rund 4,2 Millionen Euro steigen, »das ist viel Geld«. Bürgermeister Leopold Bach erläuterte, der Schuldenstand sei vom Rechner des Gemeindeverwaltungsverbands solide berechnet worden, in den Vorjahren sei die Zahl immer wieder einfach fortgeschrieben worden. Im Ergebnis habe die Gemeinde weniger Schulden als Grebenau und Schwalmtal.

Investitionen in Straßenbau, Feldwegesanierung und für Bauunterhaltung stellten die Kommunalpolitiker bei Durchsicht Haushalts auf den Prüfstand. So sind 62 000 Euro für die Sanierung der Pfingstweide eingestellt. Die Straße ist in einem unhaltbaren Zustand, erläuterte Bach. Der Kreis plane die Straßensanierung in den Jahren 2022/2023, dabei will die Gemeinde den maroden Kanal sanieren und teilweise erneuern. Die 62 000 Euro sind für eine Befahrung der Röhre mit einer mobilen Kamera. Ein Problem ist die Verengung der Fahrbahn auf 6,50 Meter Breite, wenn man Fördermittel des Landes in Anspruch nehmen will. Eine schmalere Fahrbahn wäre für Maschinen der Landwirte ein Problem, doch die Zahl der hauptberuflichen Bauern gehe zurück. Völzing ergänzte, dass der Kanal nach 60 Jahren »komplett kaputt« sein dürfte. Auch die Wasserleitung sei sicherlich auszutauschen. Peter Weiß (AUF) stimmte dem Vorschlag zu, die Planungen anzugehen.

Schnell einig war man sich, dass 10 000 Euro für die Sanierung von Feldwegen knapp kalkuliert sind. Denn allein für den Asphaltweg zum Dautzenröder Teich sind wohl Mittel von über 15 000 Euro notwendig, wie Bürgermeister Bach erläuterte. Völzing regte an, mit der Jagdgenossenschaft zu sprechen, ob sie sich an den Sanierungskosten beteiligt.

Auf das nächste Haushaltsjahr verschoben wird die Sanierung von Feuchteschäden in der Alten Synagoge in Kestrich. Bach teilte mit, er sei noch im Gespräch mit Einrichtungen, um Zuschüsse zu erhalten. Die Alte Synagoge ist über einen Erbbaupachtvertrag an die Gemeinde gegangen, die für Sanierungskosten aufkommt. Die Kosten für den laufenden Betrieb trägt der Verein Historisches Feldatal.

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