09. Dezember 2019, 21:57 Uhr

Wetter wenig weihnachtlich

09. Dezember 2019, 21:57 Uhr
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Von Herbert Schott
Der evangelische Posaunenchor sorgt für besinnliche Klänge auf dem Markt. FOTO: HSO

Feldatal-Kestrich (hso). Alle Jahre wieder findet am zweiten Adventswochenende auf dem Gelände hinter dem Dorfgemeinschaftshaus der Weihnachtsmarkt in dem kleinen Vogelsbergdörfchen statt. Die Initiatoren hatten auch in diesem Jahr keine Mühen gescheut, um den Platz mit vielen bunten Lichtern und geschmückten Buden zu gestalten. Prunkstück war wieder ein großer Weihnachtsbaum, der am Wochenende vorher aufgestellt worden war. Die Kerzen vom Baum und die Lichterketten von den Buden strahlten am Abend in vollem Glanz.

Leider wollte an beiden Tagen wegen des nasskalten Wetters am Samstag und am Sonntag nicht die rechte vorweihnachtliche Stimmung aufkommen. Die Veranstalter waren in diesem Jahr allerdings trotz des schlechten Wetters doch noch überwiegend zufrieden. War es wenigstens am Samstag noch trocken, gesellte sich am Sonntag zum beginnenden Regen auch noch ein kräftiger Wind dazu.

Mitveranstalter Patrick Pfromm bemerkte in seiner Begrüßungsansprache, dass der kleine, aber feine Traditionsweihnachtsmarkt seinen festen Platz in der Gemeinde seit 22 Jahren hat. Mit dabei waren wie in jedem Jahr erneut die Bläser des evangelischen Posaunenchores aus Groß-Felda. Pünktlich eröffneten sie unter der Leitung von Daniel Roth am Samstag den Markt. Bekannte Weihnachtslieder, die zum Mitsingen anregten, erklangen und verbreiteten eine vorweihnachtliche Stimmung unter den großen und kleinen Besuchern. Patrick Pfromm, Wehrführer der Feuerwehr, lud auch noch für den Sonntag ein, der ebenfalls ein abwechslungsreiches Programm versprach.

Tänze im Gemeinschaftshaus

Der Duft von heißem Glüh- und Apfelwein, Kinderpunsch und von selbst gebackenen Plätzchen lag an beiden Tagen über dem Platz. Hungrig musste niemand nach Hause gehen. Zur Auswahl gab es Crêpes, Bratwürstchen sowie gebratene Pilze, herzhaftes geselchtes Fleisch und ein leckerer Obstler dazu schmeckten so manchem an beiden Tagen. Wer es nicht ganz so deftig wollte, konnte sich am Sonntag bei Kaffee und Kuchen im Dorfgemeinschaftshaus stärken. Das war ein willkommenes Angebot, regnete es doch fast den ganzen Nachmittag. Die Kleinsten der KHC-Tanzgarde unterhielten die Besucher im Dorfgemeinschaftshaus mit Show- und Gardetänzen und wurden mit viel Applaus bedacht. In den kleinen Holzhütten rund um den Tannenbaum wurden selbst gestrickte Socken, Schals und handgefertigter Christbaumschmuck angeboten. Wohlschmeckend war ein »Römischer Würzweißwein« nach einem 2000 Jahre alten Rezept. Selbst gemachte Marmelade, Bienenhoniglikör und ein Glücksrad gehörten ebenfalls zum Angebot.

Für Sonntag stand der Besuch des Nikolauses auf dem Plan. Dieser hatte für die Kinder etwas mitgebracht. Der Andrang war groß, als er seine Geschenke verteilte. Musikalisch wurde der Sonntag von den Klängen der Jagdhornbläser umrahmt. Allerdings hielt man sich als Besucher bei dem eher unfreundlichen Wetter nicht so lange auf dem Marktgelände auf. Trotzdem kann man sicher sein, dass es auch im kommenden Jahr diesen kleinen Weihnachtsmarkt geben wird.



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