08. Dezember 2019, 08:55 Uhr

Bauarbeiten

Zu viel Frost für Bodenarbeiten am Alsfelder Marktplatz

Es ist fast vollbracht, aber die letzten Arbeiten für den »neuen« Marktplatz in Alsfeld lassen sich in diesen Tagen nicht mehr vollenden.
08. Dezember 2019, 08:55 Uhr
Rechtzeitig zum Advent sind die Pflasterarbeiten im unteren Bereich des Marktplatzes Alsfeld weitgehend abgeschlossen. Minustemperaturen verhindern allerdings den Bau der Übergänge zu den angrenzenden Straßen. FOTO: JOL

Doch vermittelt das Pflaster im unteren Teil des historischen Stadtzentrums einen guten Eindruck davon, wie schön der traditionsreiche Bereich am Rathaus einmal aussehen wird. Vor den Geschäften am unteren Rand des großzügigen Platzes, zwischen Kartoffelsack und Marktcafé, ist ein breiter Streifen so gepflastert, dass auch Rollstuhlfahrer und Menschen mit Gehbehinderung stolperfrei unterwegs sein können.

Daran schließt sich eine breite Fahrspur an, die mit dem alten etwas buckeligen Pflaster belegt ist. Doch wurden die schadhaften Basaltbrocken aussortiert und der Rest der klobigen Steine so verlegt, dass eine deutlich ebenere Fläche als zuvor geschaffen wurde. Nur die Übergänge zu den Straßen Mainzer Gasse, Baugasse und Obere Fulder Gasse sind noch nicht vollendet. Und die bereiten bei der aktuellen Witterung Probleme, wie Tobias Diehl vom Bauamt der Stadt erläutert.

Nahwärmeleitungen verlegt

Denn die Übergangsbereiche benötigen einen Unterbau aus Beton, damit sie die Belastung durch Pkw und Lieferfahrzeuge aushalten. »Da brauchen wir drei bis vier Tage mit Plus-Temperaturen«, damit der Beton aushärten kann. Zur Zeit sind aber immer wieder Nachtfröste, da können die Bauarbeiter nicht loslegen. Benötigt werden durchgehend fünf bis sechs Grad Celsius. »Wir werden leider nicht fertig in diesem Jahr«, so Diehl.

In den nächsten Tagen wird geklärt, wie es weitergeht. Dabei steht zur Entscheidung an, ob man die Randbereiche mit Schotter provisorisch herrichtet, um Fahrzeuge wieder zuzulassen. Oder aber die Durchfahrt über den Marktplatz bleibt weiter gesperrt.

Die Verzögerung bei den Arbeiten für diesen ersten Bauabschnitt des Marktplatzes hat ihren Grund in aufwendigeren Arbeiten. »Wir wären gern schneller gewesen, aber wir haben viel im Untergrund gefunden«, sagt Diehl. Das musste erst mit der Denkmalpflege geklärt werden. Die Hauptarbeiten betrafen die Leitungen im Untergrund, also Hausanschlüsse für Gas und Wasser sowie die Stromkabel. Hinzu kam das Verlegen von Leitungen für ein Nahwärmenetz. Insgesamt zieht Diehl ein positives Zwischenfazit: »Wir sind gut durchgekommen und es ist gut geworden, was die Jungs gemacht haben«.

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