29. November 2019, 21:33 Uhr

»Möglichst lange daheim leben«

29. November 2019, 21:33 Uhr

Seit März 2018 ermöglicht das Hessische Ministerium für Soziales und Integration (HMSI) Kommunen und auch Ärzten den Einsatz von Gemeindeschwestern. Im Vogelsbergkreis fördert das Land derzeit den Einsatz von Gemeindeschwestern, die in den Kommunen Alsfeld und Romrod sowie Ulrichstein, Lautertal und Gemünden eingesetzt werden (diese Zeitung berichtete).

Um Näheres über die Arbeit des Projektes »Gemeindeschwester 2.0« zu erfahren hatte die Arbeitsgemeinschaft SPD 60 plus jetzt ihre Mitglieder zu einer Info-Veranstaltung in das Landhotel »Zur Oase« in den Feldataler Ortsteil Groß-Felda eingeladen.

Jürgen Adam vom Vorstandsteam der AG SPD 60 plus begrüßte dazu Petra Blank von der Vogelsberger Kreisverwaltung, die zusammen mit Marcelina Vorwerk und Michael Merschrod in dem Projekt tätig ist. So kümmere sich das Team um Seniorinnen und Senioren im Alter von 65 Jahren sowie älter und versuchten Hausärzte und Angehörige zu entlasten. »Wenn die Gemeindeschwester kommt, dann geht es nicht ums Wechseln von Verbänden oder darum, den Blutdruck zu messen. Auch nicht darum, dass sie Medikamente vorbeibringt. Trotzdem haben wir aber auch darauf ein Auge«, betont Frau Blank, denn der Begriff »Gemeindeschwester« werde oft missverstanden und mit den vor vielen Jahren tätigen Gemeindeschwestern verwechselt.

Einsamkeit entgegenwirken

Sie selbst sei zwar gelernte Pflegefachkraft, doch im Projekt möchte sie eher verstanden werden als »eine, die sich kümmert, die in schwierigen Lebenssituationen unterstützt, eine, die auch an passende Hilfsangebote weiter vermitteln kann. »Wir möchten dafür sorgen, dass die älteren Menschen möglichst lange, selbstständig, gesund und zufrieden in ihrem eigenen Zuhause leben können«, erklärte Petra Blank.

Ganz wichtig sei es, dass das Team keinesfalls als Konkurrenz zu anderen Pflegedienstleistern auftrete, »ganz im Gegenteil: Wir sind darauf angewiesen, möglichst viele handelnde Personen und Einrichtungen zu kennen, damit wir bei Bedarf den passenden Kontakt herstellen können.« Das bedeute zum Start ihrer Arbeit ganz viele Vorsprachen in Arztpraxen, Vorstellen in Pflegeeinrichtungen oder bei Pflegediensten, das Kennenlernen von möglichst vielen Angeboten, die schon existieren. »Im Idealfall melden sich ältere Menschen selbst bei uns, oder deren Angehörige und Nachbarn, vielleicht macht auch der Hausarzt auf uns aufmerksam und klärt vorab, dass wir Kontakt aufnehmen dürfen«, berichtet Frau Blank und schilderte ein paar Beispiele.

Für die Fachkraft geht es aber auch darum, alleinstehende Damen und Herren beim Knüpfen neuer sozialer Kontakte zu unterstützen.

Infos und Kontakt: Gemeindeschwester 2.0 - Koordination, Hilfe, Unterstützung und Beratung für Menschen im Alter, Gesundheitsamt des Vogelsbergkreises, Gartenstraße 27 in Lauterbach, Telefon 0 66 41 / 977-178 oder gemeindeschwester(@)vogelsbergkreis.de.

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