06. November 2019, 21:25 Uhr

Mode made im Vogelsberg

06. November 2019, 21:25 Uhr
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Aus der Redaktion
Laufsteg, Glamour und Blitzlichter im Güterbahnhof. (Barbara Schneider Photographie)

Alsfeld (pm). Es war wohl höchste Zeit - die Gäste jedenfalls konnten es kaum erwarten und standen schon lange vor dem Einlass im Güterbahnhof an. Denn dort gab es - nach zweijähriger Pause - wieder eine Modenschau der Geschwister Galfe. Wie in den Jahren zuvor hatte Frank Galfe wieder alle Register gezogen und zeigte den Gästen Looks für jeden Anlass. Dabei bot er Großstadt-Glamour im Güterbahnhof und mit DJ Paul Lomax eine After-Show-Party. Neu: Gemeinsam mit seiner Schwester, der Designerin Juliane Galfe, hat der Modeexperte eine eigene Damenkollektion kreiert und die stand im Mittelpunkt der Show.

Wer schon vor der Modenschau reindurfte, der konnte aufgeregtes Flirren im Güterbahnhof erleben. Während der Raum selbst schon hergerichtet war, trafen nach und nach die Mitwirkenden ein: Techniker, Musiker, Sängerinnen, Caterer, Stylistinnen, Crew, Models, die Fotografin. Laurita Spinelli sang sich warm, Marina spielte ihre Geige ein, Elli A.K. legte mit »Bésame mucho« schon mal mächtig vor und Saintro P. entlockte seinem Saxofon schöne Klänge.

Lockenstab und roter Teppich

Die Fäden hielt Paul Lomax zusammen, der sich mit den Technikern und mit Frank Galfe abstimmte, die eine Show inszenierten, die das Publikum Stunden später begeistern würde. 21 Models, fünf Stylistinnen, vier Ankleideassistenten suchten ihre Plätze an Frisiertischen, zwischen Kleiderständern oder auch an der riesigen Tafel, die voller Obst, Getränke und jeder Menge Süßigkeiten lag. Galfes Models kommen alle aus der Region und sie decken sowohl altersmäßig als auch figürlich eine schöne Bandbreite ab.

So langsam breitete sich ein Duftgemisch aus Make-up, Haarspray und dem Dauerbetrieb von Lockenstäben aus, und die Älteren, die schon fertig waren, zeigten den Newcomern, wie man die Strecke auf dem Catwalk cool und in der richtigen Geschwindigkeit absolviert. Die Fotografin suchte sich den besten Platz, der rote Teppich und der weiße Catwalk wurden mit Klebeband fixiert. Abgetrennt durch einen weißen Vorhang warteten der Laufsteg und die 180 bereitgestellten weiße Stühle auf ihre Gäste, die ihrerseits der Show entgegenfieberten, genauso wie die Models und die Künstler.

ESC-Teilnehmerin Laurita Spinelli eröffnete die Show - gewandet in Brokat aus Trutzhain - mit »Enough is enough«, einem Song, der für erste Gänsehautmomente sorgte. Siebzig verschiedene Looks zeigte Frank Galfe seinen Gästen, und die waren so unterschiedlich und individuell wie selten. Getreu dem Motto »Du kannst alles sein« vereinten sich klassische Styles und Urban Street Wear, Glitzer und Stepp, Sandaletten und Sneakers, Pumps und Boot, Wollponcho und Seidenbluse. Mit Live-Darbietungen stiegen die Künstler in die Show ein. Marina verlieh mit ihre Elektro-Violine dem Lauf einen großen Schuss Dramatik, während Elli A.K. mit ihrer einmaligen Stimme das Andrea-Bocelli-Stück »Bésame mucho«, von Paul Lomax exklusiv für die Show remixed, zur Mode sang und tanzte.

Nina und Julia Meise dabei

Saintro P. am Saxofon brachte coole Sax-Beats auf den Laufsteg - alle Künstler ernteten ganz viel Beifall, hatten sie der Show doch eine weitere einzigartige Facette hinzugefügt. Erstmals zeigte die preisgekrönte Designerin Anja Gockel Stücke aus ihrer Winterkollektion. Mit einem roten Gürtel waren alle »Schlüsselstücke« der »geschwisterGALFE-Kollektion« gekennzeichnet: Produziert in der Region, Stoffe aus dem Vogelsberg und der Schwalm, designt im Vogelsberg, in einem Atelier im Güterbahnhof. Dahinter steht aber auch, so Galfe in seiner kurzen Ansprache nach der Show, die Lust am Handwerk. Umso schöner war es für ihn zu sehen, dass seine Mode begeistert aufgenommen wurde, auch zahlreiche Pressenachfragen belegen, dass der Weg, den er mit seiner Schwester eingeschlagen hat, der richtige ist. Und dass dieser Weg auch überregional von Interesse ist, zeigte zum einen die Presseresonanz, zum anderen aber auch die Promi-Dichte. Mit den Top-Model-Zwillingen Nina und Julia Meise waren echte »It-Girls« nach Alsfeld gekommen. Axel Kahn, Bruder von Oliver Kahn, war mit Partnerin Alina Wolf nach Alsfeld gekommen. Doch auch beim heimischen Publikum kam die Mode »made in Vogelsberg« gut an. Neben vielen anderen Gästen strahlte Alsfelds Bürgermeister Stephan Paule und zeigte sich begeistert vom Engagement der Geschwister.

Die After-Show-Party gehörte allen: Models und Gäste, Crew und Frank und Juliane Galfe und Team feierten, was das Zeug hielt.



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