04. November 2019, 22:01 Uhr

»Abendschule« besucht Koi-Zucht

04. November 2019, 22:01 Uhr

Wie in jedem Jahr unternahm die Gruppe »Abendschule Hainbach« auch in diesem Jahr einen lehrreichen Tagesausflug. Ziel der Weiterbildungsfahrt waren das Forschungszentrum Neu-Ulrichstein bei Homberg und die Koi-Zucht von Ewald Röhlich in Erbenhausen.

Unter der Leitung von Prof. Dr. Peter Ebke wurden den Teilnehmern alle Bereiche der im Vogelsbergkreis einzigartigen Einrichtung des Forschungszentrums Neu-Ulrichstein vorgestellt. Die Verbindungen zwischen einer umfangreichen landwirtschaftlichen Infrastruktur und einer guten Laborpraxis seien dabei von größter Bedeutung. Einen großen Teil nimmt auf dem weitläufigen Gelände die Feldforschung ein, bei welcher unter anderem externe Labore oder Universitäten die Möglichkeit haben, in den Bereichen Ökotoxikologie oder Umwelttechnologie ihre Forschungsarbeiten durchzuführen.

Sehr interessant seien dabei die unterschiedlichen Eigenschaften der Pflanzen- und Tierwelt, berichtete Ebke. In diesem Zusammenhang würden auch die Pflanzen und Tiere der Wasserwelt genauestens beobachtet und analysiert. Als sehr positiv empfanden die Teilnehmer die Haltung der dort untergebrachten Nutztiere. Auch der Umgang der Mitarbeiter mit den Tieren sei sehr nachhaltig und für eine Forschungseinrichtung als sehr positiv zu bewerten, weil man den Tieren so wenig Stress wie möglich zufügen möchte.

Fische in 100 Formen

Auch Schüler, Studenten und andere Gruppen haben in Neu-Ulrichstein die Möglichkeiten der Forschungsarbeit oder auch der Besichtigung. Somit besteht die Möglichkeit, hautnah bei einem Forschungsprojekt dabei zu sein und selbst mitzuwirken oder auch einen Einblick in die tägliche Arbeit vor Ort zu gewinnen.

Die Mitglieder der Abendschule waren zutiefst beeindruckt, wie facettenreich ein solches Zentrum ist und welche Möglichkeiten es bietet. Erstaunt waren die Besucher, auch wie arbeitsintensiv die ganzen Projekte in den Bereichen Bodenkunde, Umweltanalytik, Limnologie (Binnengewässerkunde) oder Taxonomie (Klassifizieren von Objekten) geführt und betreut werden müssen.

Im Anschluss führte die Fahrt nach Erbenhausen zu Ewald Röhlich. Dort konnte man die Farbenpracht und Schönheit der japanischen Zierkarpfen aus nächster Nähe betrachten. Die Fische kommen direkt aus Japan und werden zunächst nach Amsterdam verschifft. Von dort geht die Reise über Stadtallendorf nach Erbenhausen. Dort kommen die etwa sieben Zentimeter langen Setzlinge zunächst in ein Quarantänebecken und werden per Abstrich auf Krankheiten wie das »Carp-Edema-Virus«, die »Schlafkrankheit« oder den »Koi-Herpesvirus« untersucht. Dies sei wichtig, bevor die Neulinge mit den anderen Fischen in Kontakt geraten, informierte Röhlich. Wenn die Setzlinge dann irgendwann an Größe zugelegt haben, werden sie wieder in ein anderes Becken umgesetzt. Am Ende werden die erwachsenen Tiere dann zum Verkauf angeboten. Der Wert der Tiere ist dabei von der Größe, der Farbe des Schuppenkleides und dessen Musterung abhängig. Insgesamt gibt es etwa 16 Hauptvarianten der Musterung und um die 100 Formen, wobei auch noch die Anzahl der Farben eine erhebliche Rolle spielt. Auch bei dieser Informationsstation war die Begeisterung aller Teilnehmer zu spüren. Vor allem beeindruckte aber, mit welcher Hingabe Ewald Röhlich sein Hobby betreibt.

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