25. Oktober 2019, 21:47 Uhr

Zunächst 43 Andockstationen für Lkw

25. Oktober 2019, 21:47 Uhr
Die Besuchergruppe vor den teilweise noch offenen Hallen. Die Gebäude können bei einer Grundfläche von maximal 31 mal 100 Meter bis zu 18 Meter hoch werden. (Foto: pm)

Direkt neben der Autobahn in Mücke befindet sich die momentan größte Baustelle im Vogelsbergkreis. Die Firma Nordfrost, Marktführer in der europäischen Tiefkühllogistik, baut dort ein neues Tiefkühlzentrum. Über den Baufortschritt informierten sich jetzt Vertreter der Vogelsberger SPD mit ihrem Vorsitzenden Patrick Krug, Landrat Manfred Görig, dem Fraktionsvorsitzenden der SPD im Kreistag Matthias Weitzel sowie der Fraktionsvorsitzenden in der Mücker Gemeindevertretung Hannelore Rühl direkt vor Ort auf der imposanten Baustelle.

»Die Dimensionen des Bauprojekts und die beabsichtigte Schaffung von rund 200 neuen Arbeitsplätzen zeigen, welches Potenzial im Vogelsbergkreis steckt und dass es durch die Anstrengungen der letzten Jahre gelungen ist, unsere Region auch für solche Großprojekte attraktiv zu machen. Damit das so bleibt, müssen wir auch zukünftig für den Erhalt und den Ausbau der Infrastruktur Sorge tragen« betonte der SPD-Kreisvorsitzende Patrick Krug.

Der stellvertretende technische Leiter der Firma Nordfrost, Ulrich Burmann, erläuterte den Besuchern die Besonderheiten und Herausforderungen einer solch großen Baustelle im Vogelsberg. Alleine die Topografie zöge enorme Bodenbewegungen nach sich, um die Anlagen auf dem 14 Hektar großen Industriegrundstück ermöglichen zu können.

Im ersten Bauabschnitt entstünden neben dem Maschinenhaus elf Hallen mit Ausmaßen von bis zu 31 mal 100 Meter bei einer Firsthöhe von 18 Metern. »Wir können bis zu 14,5 Meter hoch in den einzelnen Hallen die Ware auf Paletten lagern«, erläuterte Ulrich Burmann. Ziel sei es, am Standort flexibel auf die verschiedensten Kundenanforderungen eingehen zu können. Vom Tiefkühlbereich von -24 °C über den Frischebereich (+1 °C bis +8 °C) bis hin zu Kapazitäten im wärmeren plusgradigen (+14 °C bis +18 °C) Temperaturbereich reiche das Angebot der Firma Nordfrost in Mücke. Im ersten Bauabschnitt entstünden 43 Andockstationen für Lastwagen.

Besonders beeindruckt zeigten sich die heimischen Sozialdemokraten vom im Aufbau befindlichen Maschinenhaus. Dieses versorgt die Neubauten mit Strom, Wärme und Kälte. Es beherberge neben der Kälteanlage erdgasbetriebene Blockheizkraftwerke (BHKW) zur Energieerzeugung mit einer elektrischen Leistung von 2328 kW in der ersten Baustufe sowie eine Netzersatzanlage. Damit werde der gesamte Neubau im sogenannten »Inselbetrieb« autark, also ohne Anschluss an das öffentliche Energienetz, versorgt, informierte Burmann. Mittels Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung werde die Abwärme der BHKW im Absorptionsverfahren umweltschonend, unter signifikanter Senkung des CO²-Ausstoßes, in Kälte gewandelt. »Wir kommen bei der Anlage auf einen Wirkungsgrad von etwa 80 Prozent«, führte Burmann aus. Dazu wurde durch den Regionalversorger Oberhessen Gas eine neue Gasleitung von Grünberg bis zum Industriegebiet in Atzenhain gebaut.

»Wir freuen uns auf die Fertigstellung des Projekts. Von den neu entstehenden Arbeitsplätzen hier in Mücke und der Ansiedlung eines attraktiven Unternehmens profitiert letztlich die gesamte Region«, betont der Vorsitzende der Kreistagsfraktion, Matthias Weitzel. Die Ansiedlung war in die Wege geleitet worden, als er noch Bürgermeister in Mücke war

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