22. Oktober 2019, 21:41 Uhr

Feier in turbulentem Jahr

22. Oktober 2019, 21:41 Uhr
Jungen und Mädchen der Kita kommen mit Laternen und singen zur Eröffnung des Kalten Markts. (Foto: jol)

Seit 466 Jahren feiern die Homberger ihren Kalten Markt und werden offenbar nicht müde. Am Dienstag kamen wieder zahlreiche Familien zum Hissen der Marktfahne am Rathaus zusammen und genossen sichtlich das schöne Ritual zur Einstimmung auf die Markttage. Den Auftakt gestaltete das Blasorchester der Freiwilligen Feuerwehr Homberg gewohnt virtuos.

Bürgermeisterin Claudia Blum begrüßte die Gäste und verwies auf Besonderheiten des politischen Jahresverlaufs. Zum Abschluss sangen die Kleinen der Kita Homberg ein Laternen- und ein Kalter-Markt-Lied, um Marktmeister Klaus Kirbach dazu zu bewegen, die Marktfahne zu hissen. Zum Ergötzen der ungeduldig wartenden Kinder verteilten Mitglieder des Magistrats große Brezeln an die jungen Besucher.

In ihrer Ansprache begrüßte Bürgermeisterin Blum besonders die Besucher aus der Partnerstadt Stadtroda. Mit der thüringischen Kleinstadt will man im nächsten Jahr 30 Jahre Partnerschaft begehen. Unter den weiteren Gästen nannte sie besonders Ehrenbürgermeister Walter Seitz und Ex-Bürgermeister Volker Orth.

Sie betonte, dass der Kalte Markt seit stattlichen 466 Jahren begangen wird. Inzwischen sei er für viele Besucher eine gute Gelegenheit, Freunde zu treffen und einen Bummel über die Marktstraße zu machen. Das Ganze werde ermöglicht durch die Arbeit vieler ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer, so Claudia Blum weiter.

In ihrem Rückblick auf das politische Jahr sagte sie, dass 2019 in die Homberger Geschichte eingehen werde. Zum Jahresanfang hatte der »Homberger Hacker« für bundesweites Aufsehen gesorgt. Dieser Tage sind es Baumbesetzerinnen und Besetzer im Dannenröder Forst, die mit ihrem Protest gegen den Autobahnbau die Stadt bundesweit in die Schlagzeilen brachten. Inzwischen dürften nur noch wenige Menschen Homberg an der Ohm mit anderen Hombergs verwechseln, fügte die Rathauschefin an.

In den letzten Monaten hätten »die konstruktiven Kräfte in der Stadt die Entwicklung ein Stück vorangebracht«. So seien die Straßenlaternen auf stromsparende LED-Technik umgerüstet worden. Der Drogeriemarkt in der Ohmstraße sei im September eröffnet worden und stoße auf große Zustimmung der Bevölkerung. Eine Fotovoltaikanlage auf der Kläranlage sorge für umweltfreundlichen Strom. In der nächsten Sitzung des Stadtparlaments spreche man über das Konzept für Energiesparmaßnahmen.

Das sei ganz im Sinne der »Fridays for Future«-Bewegung, die sie außerordentlich begrüßt. Es sei positiv, wenn junge Leute aktiv werden. Doch werden Menschen nicht nur für Klimaschutz aktiv, sondern auch für das Stadtfest und den Kalten Markt.

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