01. Oktober 2019, 21:56 Uhr

Mit Wasser an Bord gut gerüstet

01. Oktober 2019, 21:56 Uhr
Besichtigung der Ausstattung des neuen Löschfahrzeugs. Es hat viel Ausrüstung mit an Bord. (Foto. sf)

Am Samstag fand auf dem Vorplatz des Feuerwehrhauses ein reges Treiben statt. Zum einen hatte der Männergesangverein eingeladen, es war ein Kuchenbüfett vorbereitet, an dem sich die vielen Besucher laben konnten. Auf dem Hof hatte man eine Fahrzeugausstellung organisiert. Im Mittelpunkt stand dabei das neue und mit Blumen geschmückte Löschfahrzeug TSF-W.

Wehrführer Matthias Rahn begrüßte die zahlreichen Besucher und Gäste, dazu Bürgermeister Edwin Schneider, Stadtbrandinspektor Andreas Hädicke und dessen Stellvertreter Joachim Erbes und Patrick Schmitz. Rahn gab noch einmal einen kurzen Rückblick und dankte dem Wehrführerausschuss und den politisch Verantwortlichen. Eigentlich hätte das neue Fahrzeug in Helpershain stationiert werden sollen, doch aufgrund der fehlenden Atemschutzgeräteträger dort war man übereingekommen, das neue Löschfahrzeug TSF-W in Bobenhausen zu stationieren und das dortige gebrauchte Fahrzeug nach Helpershain zu geben. Innerhalb der Feuerwehren war man sich einig, dass dies der richtige Schritt ist.

Ausstattungstechnisch bietet das neue Fahrzeug mit 6,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht im Vergleich zum alten Fahrzeug mit seinen 3,5 Tonnen natürlich einiges mehr an Möglichkeiten, so Wehrführer Rahn. Hauptmerkmale sind ein 900 Liter fassender Wassertank, ein fest installierter Lichtmast mit vier LED-Scheinwerfern zum Ausleuchten der Einsatzstelle, ein Stromerzeuger zum Betreiben eines Stativs mit zwei Arbeitsscheinwerfern und/oder zum Betreiben eines Drucklüfters, um die wichtigsten Punkte zu nennen.

Lichtmast fest installiert

Durch die mitgeführten 900 Liter Wasser muss nicht erst eine Wasserversorgung aufgebaut oder eine Saugstelle eingerichtet werden, wie dies in der Vergangenheit der Fall war. Auch außerhalb der Ortschaften, zum Beispiel im Wochenendgebiet, ist die Wehr nun handlungsfähig, sagte Rahn. Des Weiteren stelle die Umfeldbeleuchtung mit Reflexmarkierungen und weiteren Warneinrichtungen einen Schutz für die Einsatzkräfte dar.

Die Arbeitsgruppe Fahrzeugbeschaffung habe wirklich viel geleistet. Der Feuerwehrverein Bobenhausen hat die Ausstattung mit 3000 Euro mitfinanziert. Tanja Wingefeld trug Segensworte von Pfarrer Detlef Metz vor, der an diesem Tag verhindert war. »Um die Beschaffungskriterien des Landes zu erfüllen, wurde das zu ersetzende Fahrzeug von Helpershain im Ringtausch mit Bobenhausen II umgesetzt. Sonst hätte man nicht die Möglichkeit gehabt, ein neues Fahrzeug zu beantragen. Die Ausschreibung war ein hartes Stück Arbeit.

Sie wurde federführend von der Feuerwehr Ulrichstein in Zusammenarbeit mit der Stadt Schlitz und den Gemeinden Mücke und Gemünden durchgeführt«, so Stadtbrandinspektor Hädicke. Bei der Abholung des Fahrzeuges in Görlitz beklagte Feuerwehrfrau Ulrike Scharmann, dass manches am Fahrzeug für kleinere Leute zu hoch angebracht ist. So wurde ihr am Samstag für Einsätze ein Klapptritt überreicht und es gab viel zu lachen. Bürgermeister Edwin Schneider freute sich sehr, den Feuerwehrleuten aus Bobenhausen das neue Tragkraftspritzenfahrzeug-Wasser übergeben zu können.

Schneider: »Das neue Fahrzeug stellt eine deutliche Verbesserung der Ausrüstung dar. Es wird Einsätze erleichtern und mehr Sicherheit bringen. Und damit verbessert sich auch der Schutz für die Bevölkerung und unsere Stadt insgesamt«.

Bei diesen Ersatzbeschaffungen stellt das Land das Fahrgestell, die Stadt muss den Ausbau und die notwendigen Beladungsteile übernehmen. Der Antrag auf Überlassung eines Fahrgestelles wurde 2016 gestellt. Der Antrag lautete auf Helpershain, im Antragsanschreiben wurde aber schon darauf hingewiesen, dass mit Bobenhausen (TSF) getauscht werden soll. Das Land bewilligte 43 000 Euro.

Die Auftragserteilung im Umfang von rund 48 000 Euro erfolgte 2018 durch die Stadtverordnetenversammlung. Es folgten noch Änderungen, sodass der Aufbau insgesamt rund 53 000 Euro kostete und die Kosten für die Beladung sich auf rund 31 000 Euro belaufen, das berichte Bürgmeister Schneider, der selbst aktiver Feuerwehrmann ist.

Die Feuerwehr aus Bobenhausen hat neben der finanziellen Beteiligung über 4500 Stunden Eigenleistung in den Bau des Gerätehauses gesteckt. In der Summe wurden also im letzten Jahr und in diesem Jahr 353 000 Euro in den Brandschutz in Bobenhausen investiert. Die Feuerwehr sei mit diesen nicht unerheblichen Investitionen gut aufgestellt und für die Zukunft gerüstet. Für die Jugendfeuerwehr sei nun der passende Grundstein gelegt.

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