01. Oktober 2019, 21:53 Uhr

Ikone aus der Ukraine

01. Oktober 2019, 21:53 Uhr
Pfarrer Thomas Harsch mit Emilia Seim, der neuen Organistin von Ehringshausen und Rülfenrod, rechts im Bild die Michaelis-Ikone. (Foto: ek)

Am Sonntag, dem Tag des Erzengels Michael und aller Engel, wurde in der Michaeliskirche ein ganz besonderer Gottesdienst gefeiert. Festliche Klänge vom Posaunenchor aus Stumpertenrod unter der Leitung von Daniel Roth erfüllten die mit vielen Blumen geschmückte Kirche. Viele Gemeindemitglieder waren zu diesem Festgottesdienst gekommen, um die angekündigte neue Michaelis-Ikone zu sehen und die Posaunenchormusik zu hören.

Die Ikone, so Pfarrer Thomas Harsch in seiner Begrüßung, entstand bereits im Jahr 2016 in Donezk, einem umkämpften Gebiet im Osten der Ukraine. Sie zeigt den Erzengel Michael (mit gezogenem Schwert) als Kämpfer für das Gute und ist eine Auftragsarbeit eines ehemaligen Ehringshäusers im diplomatischen Dienst, der mit dem Auftrag dem Künstler genug Geld zur Verfügung stellte, damit dieser seine Familie einen Winter lang ernähren konnte.

Passenden Sonntag gewählt

Bereits an Weihnachten 2017 übergab der anonyme Stifter dem Gemeindepfarrer die Ikone und er war damit einverstanden, dass die Ikone erst dann der Gemeinde übergeben werden sollte, wenn Michaelis auf einen Sonntag fällt. Dies war jetzt 2019 der Fall. Nach der Vorstellung der neuen Ikone und dem Dank an den Stifter feierte Pfarrer Harsch mit den zahlreichen Besuchern einen festlichen Gottesdienst, in dem es in Liturgie, Liedern und Predigt immer wieder um das Thema Engel und den immer noch aktuellen Kampf zwischen Gut und Böse ging.

Die biblischen Texte passten hervorragend zur neuen Ikone und Pfarrer Harsch schaffte es, in seiner Predigt immer wieder aktuelle Bezüge zur heutigen Zeit herzustellen. Er lud dazu ein, sich so wie der Erzengel Michael, auf die Seite Gottes zu stellen und sich für das Gute einzusetzen. Außerdem wurde Emilia Seim an diesem Tag als neue Organistin von Ehringshausen und Rülfenrod offiziell vorgestellt und mit einem kleinen Blumenstrauß beschenkt.

Anschließend waren die Gemeindeglieder und Mitwirkenden zu einem Umtrunk mit kleinem Imbiss in der Kirche eingeladen. Gleichzeitig wurden auf einer Leinwand Bilder des kirchlichen Lebens der vergangenen Jahre gezeigt. Kirchenvorsteher Joachim Well hatte die Bildpräsentation zusammengestellt und die Vorführung übernommen. Es dauerte einige Zeit, bis sich die gemütlichen Gesprächsrunden am Buffet auflösten und alle Bilder angeschaut waren. Die neue Ikone wird künftig im Gemeinderaum (unter der Empore) in der Michaeliskirche zu sehen sein.

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