22. September 2019, 20:38 Uhr

Rettung vor der Flut geübt

22. September 2019, 20:38 Uhr
Rotkreuz-Helfer üben die Bergung von Menschen bei einem Hochwasser. (Foto: sf)

Rund 40 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer des DRK Kreisverbandes Alsfeld trafen sich am Donnerstag zu einer Ausbildungsübung in der Gemeinde Mücke. Die Veranstaltung wurde von Kreisbereitschaftsleiter Ulf Immo Bovensmann in Absprache mit Kreisverbandsarzt Timm Berg geplant. Die Übungslage sah vor, dass Bewohner eines Altenheimes aufgrund eines Hochwassers evakuiert werden mussten.

Zunächst traf man sich auf dem Festplatz in Merlau, um das Personal einzuteilen. Dort wurde ein Einsatzabschnitt »Rettung« unter der Leitung von Herbert Dörr gebildet. Aufgabe dieser Einheit war es, die Personen nach und nach aus dem Objekt zu holen, zu versorgen und in einen »Sanitätsbereich« zu bringen. Der Abtransport der Betroffenen erfolgte in Absprache mit dem Gruppenführer der Transporteinheit des zweiten Sanitätszugs des Vogelsbergkreises.

Da es schon dunkel war, wurde der Außenbereich des Übungsobjektes ausgeleuchtet. Das machte die Gruppe Technik und Sicherheit unter Leitung von Klaus Jäger. An der Einsatzstelle waren vier Krankentransport- und Rettungswagen im Einsatz. Nach und nach wurden die »Heimbewohner« aus dem Gebäude gebracht. Es folgte eine erste Einschätzung durch den Arzt. Mit den Fahrzeugen wurden sie zur DRK-Unterkunft Nieder-Ohmen transportiert. Dort wurde eine leere Fahrzeughalle als Patientenbehandlungsplatz genutzt. Die Versorgung übernahm die Besatzung des Gerätewagens Sanität mit Gruppenführer Jan M. Mühlenbeck.

Die Verpflegungsgruppe des DRK Atzenhain unter dem Kommando Frank Schäffers bereitete für alle Teilnehmer ein warmes Essen zu. Mit dem Einsatzleitwagen der DRK-Bereitschaft Mücke wurden die Absprachen zwischen den Gruppenführern über Funk koordiniert. Nach der Übung gingen die Helferinnen und Helfer mit Kreisverbandsarzt Berg den Übungsverklauf durch. Er und Bovensmann hoben die Leistung der Aktiven hervor. Man habe an dem Abend rund 130 Stunden geleistet und war mit 15 Fahrzeugen im Einsatz. Ein besonderer Dank galt zudem den Kräften der Feuerwehr Ruppertenrod, die als Verletztendarsteller mitgemacht haben.

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