10. September 2019, 16:35 Uhr

Familie

Eltern wollen für behindertes Kind Aufzug einbauen

Franziska aus Gemünden kam etwa zehn Wochen zu früh auf die Welt. Das stellt ihre Eltern vor große Herausforderungen. Denn ihre Tochter muss mit etlichen Einschränkungen leben.
10. September 2019, 16:35 Uhr
Vorstandsmitglieder der Vogelsberger Ski- und Sportfreunde bei der Spendenübergabe an die Familie Raitz mit ihrer Tochter Franziska. (Foto: pm)

Essen und trinken für einen guten Zweck: Auch in diesem Jahr organisierten die Vogelsberger Ski- und Sportfreunde im Rahmen des Mücker Faschingsumzuges einen Stand, an dem die Mitglieder Getränke und Essen verkauften. Den an diesem Nachmittag erwirtschafteten Erlös von 500 Euro wollte man wie in den Vorjahren für einen guten Zweck spenden.

Durch den Hinweis eines Vorstandsmitgliedes wurde man auf Familie Raitz in Nieder-Gemünden aufmerksam, deren Tochter Franziska 2015 geboren wurde. Franziska kam etwa zehn Wochen zu früh auf die Welt. Nach sechs Wochen Klinikaufenthalt konnten die Eltern endlich ihre Tochter mit nach Hause nehmen. Es wurde aber recht bald festgestellt, dass sich bei Franziska nicht alle physiologischen Funktionen planmäßig entwickeln. Bereiche im Gehirn, welche für die Grob- und Feinmotorik zuständig sind, wurden vermutlich durch die Gabe von Sauerstoff geschädigt.

Weitere Projekte geplant

Wie alle jungen Elternpaare mussten die Raitzens zunächst ihr neues Familienleben organisieren. Anfangs war Franziskas Handicap noch nicht so auffällig, da sie wie alle anderen Babys die meiste Zeit schlief. Mit zunehmenden Alter wurden ihre Einschränkungen aber deutlicher und verstärkten sich. Sie konnte sich nicht umdrehen, was hauptsächlich nachts zur Tortur für die Eltern wurde. Freies Sitzen, Krabbeln und Laufen gingen ebenfalls nicht. Auch zum Essen, Trinken und Sprechen werden Grob- und Feinmotorik benötigt. Somit benötigt Franziska für so gut wie alles Unterstützung. Zuhause wird Franziska hauptsächlich getragen, was immer schwieriger wird, weil sie mittlerweile vier Jahre alt und dementsprechend schwer ist. Um Franziska, auch mit Blick auf die Zukunft, so weit es geht ein eigenständiges Leben zu ermöglichen, haben sich die Eltern für den Bau eines Aufzugs entschieden. Durch den Aufzug möchten sie im Zuhause die Möglichkeit schaffen, dass sich Franziska mit ihrem Rollstuhl frei und eigenständig bewegen kann. Weitere Projekte wie ein behindertengerechtes Bad und ein barrierefreier Außenbereich sollen in Zukunft auch noch umgesetzt werden, stehen aber erst einmal hinten an. Allen Anstrengungen und Schwierigkeiten zum Trotz ist die Familie dankbar ihre Tochter zu haben. Einen besonderen Dank für die Unterstützung sprechen die Eltern auch ihrer Familie und vor allem ihren Freunden aus.

Weitere Spenden für Franziska werden dringend benötigt. Wer die Familie unterstützen möchte kann auf folgendes Konto spenden: Franziska Raitz, DE05 5309 3200 0001 3776 39, BIC: GENODE51ALS

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