03. August 2019, 13:20 Uhr

Jugendarbeit

Mücke will sich bei der Jugendarbeit neu aufstellen

Die Gemeinde Mücke wartet auf Angebote von der Jugendhilfe Feldatal und den Schottener Sozialen Diensten für eine gemeinsame Jugendarbeit.
03. August 2019, 13:20 Uhr

»Wenn wir uns jetzt ein Netzwerk einkaufen können, dann ist das ein Riesenvorteil für die Kommune«, zeigt sich Bürgermeister Andreas Sommer zuversichtlich in Hinblick auf die Veränderungen bei der gemeindlichen Jugendpflege. Denn die Gemeinde hat sowohl bei der Jugendhilfe Feldatal als auch bei den Schottener Sozialen Dienste »Wunschpakete« abgegeben, wie sie sich die künftige Jugendbetreuung vorstellt. Optimal wäre das Zusammenwirken beider Dienstleister, meint Sommer, denn dann könne man auf ein breites Leistungsspektrum zurück greifen.

Im Vorfeld des Wechsels in der Jugendbetreuung hatten sich auch die Fraktionen in Ausschusssitzungen geäußert. Basis dazu ist, dass es im Mücker Haushaltsplan keine entsprechende Stelle gibt, aber man kann den Einkauf von Dienstleistungen in der Sache betreiben.

Stellenwert der Jugendarbeit steigt

65 000 Euro stehen für Dienstleistung im Haushalt 2019, für die zweite Jahreshälfte steht also noch die Hälfte zur Verfügung. Es war auch schon mal im benachbarten Grünberg wegen einer Zusammenarbeit nachgefragt worden, aber von dort war ein Bedarf dafür nicht gesehen worden.

Dr. Anneliese Brunn (CDU) meinte, dass man die Jugendpflege unstrittig weiterführen müsse, es sei nur die Frage des Wie. Das seitherige Verfahren sei sehr gut gewesen, weil es Urlaubs- und Krankheitsvertretungen gebe. Die Zusammenarbeit mit der Jugendpflege Feldatal sei ein gangbarerer Weg. Und gegebenenfalls könne man eine Betreuung der Jugendlichen im Umfang von mehr als einer Stelle einkaufen. Die Frage sei auch, was sich denn die Jugendlichen vorstellen, um nicht an denen vorbei zu agieren. Denn die müssten ja mit dem Jugendpfleger zusammenarbeiten. Peter Schäfer von den Grünen wies auf einen Artikel der Alsfelder Allgemeinen Zeitung hin, dass sich beispielsweise die Jugendlichen aus Groß-Eichen sehr positiv über den seitherigen Jugendpfleger geäußert hätten. Es sei wünschenswert, im seitherigen Umfang mindestens weiter zu arbeiten, denn die Aufgaben würden eher wachsen.

Hannelore Rühl sagte für die SPD, dass man mit einem externen Dienstleister besser fahre, und nicht alle Jugendlichen seien mit der Arbeitsweise des seitherigen Stelleninhabers zufrieden. Ottmar Traum (SPD) wies auf die Möglichkeit hin, dass der aktuelle Stelleninhaber bei der Feldataler Jugendhilfe (ist ein freier Träger im Vogelsbergkreis) angestellt werden könne. Derzeit werden die Dienstleistungen eines vollen Jugendpflegers eingekauft. Auch Hauptamtsleiter André Kern sagte, dass der Stellenwert von Kinder- und Jugendarbeit von Jahr zu Jahr steigen würde.

Groß-Eichens Ortsvorsteherin Petra Grün stellte zum Jugendraum Groß-Eichen klar, der Raum sei neu aufgebaut worden, es seien die 14- bis 17-Jährigen dort drin, die noch keine Schlüsselgewalt hätten ausüben könnten. Das sei der Hintergrund, dass sie der Jugendpfleger so intensiv betreut habe.

Von SPD-Vertreter Siegfried Lang wurde angemerkt, über einen freien Träger auch ein breiteres Spektrum an fachlichen Leistungen einzukaufen. Peter Schäfer von den Grünen regte an, dass der Ausschuss seine Arbeitsleistung von mindestens 100 Prozent der seitherigen Leistungen einzukaufen wünsche.

Einstimmig sprachen sich die Ausschussmitglieder für eine Kooperation mit der Feldataler Jugendhilfe aus. Dabei würde auch in Kauf genommen, dass die Leistung gegebenenfalls mehr als seither kostet.

Die Ferienspiele finden inzwischen trotz des ausgeschiedenen Jugendpflegers statt. Dabei unterstützt auch Uwe Zaschel, der in Mücke bereits aufgrund seiner schulbezogenen Jugendsozialarbeit bekannt ist.

Bürgermeister Andreas Sommer ist jetzt gespannt, wie sich die beiden angesprochenen Dienstleister äußern. Wie auch immer das Angebot und später die eingekaufte Leistung aussieht, der Bürgermeister möchte eine kontinuierliche Information der gemeindlichen Gremien über die Jugendarbeit. Ihm schwebt vor, dass im zuständigen Ausschuss alle zwei Monate Bericht erstattet wird.

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