24. Mai 2019, 22:03 Uhr

Fünffach-Wahl in vier Gemeinden

24. Mai 2019, 22:03 Uhr

Am Sonntag ist im Vogelsberg Fünffach-Wahl. Denn neben der Wahl zum Europaparlament können die Bürgerinnen und Bürger in Alsfeld, Antrifttal, Grebenau und Grebenhain über den Bürgermeister abstimmen. Dabei sind die Bedingungen sehr unterschiedlich. Während in Alsfeld nur Amtsinhaber Stephan Paule zur Wahl steht, stehen im benachbarten Antrifttal gleich drei Anwärter auf dem Stimmzettel. Ein Überblick:

In der Stadt Alsfeld mit über 16 000 Einwohnern wirkt bereits seit sechs Jahren Stephan Paule als Verwaltungschef. Die traditionell starken Sozialdemokraten haben es nicht geschafft, einen Gegenkandidaten für den CDU-Politiker zu benennen. Der 1977 geborene Paule ist auch Vorsitzender der CDU-Fraktion im Kreistag.

In Antrifttal mit rund 1 950 Einwohnern tritt Amtsinhaber Dietmar Krist gegen Martin Schlitt und Sebastian Schwarzburg an. Krist, Jahrgang 1974, hat eine sechsjährige Amtszeit absolviert. Dabei stand zuletzt besonders die Frage einer engeren Zusammenarbeit mit der Nachbarkommune Kirtorf zur Debatte. In der Gemeindevertretung gab es keine hinreichende Mehrheit für weitere Schritte hin zu einer engeren Kooperation. Die Gespräche laufen weiter. Krist gehört der CDU-Fraktion im Kreistag an. Als Bewerber tritt zudem der 39-jährige Berufssoldat Sebastian Schwarzburg aus Bernsburg an. Er ist als parteiloser Einzelbewerber dabei. Schwarzburg tritt für eine bessere Kommunikation mit Bürgern ein. Der Gesprächsfaden mit Kirtorf soll wieder stärker aufgenommen werden. Mit 33 Jahren der Jüngste im Bund ist Martin Schlitt. Der Ingenieur aus Ruhlkirchen tritt dafür ein, dass Antrifttal unabhängig bleibt, eine Fusion mit Kirtorf lehnt er ab.

Ohne Konfliktstoff zwischen Bewerbern läuft die Wahl in Grebenau. Dort tritt mit Lars Wicke nur der Amtsinhaber an. Der Bürgermeister mit Geburtsjahr 1977 hat in den vergangenen Jahren daran mitgewirkt, dass Feldatal, Romrod, Schwalmtal und Grebenau in einen Gemeindeverwaltungsverband überführt wurden. Das bedeutet ein Zusammenlegen der vier Verwaltungen, um komplizierte Normen einhalten zu können. Die kommunalen Parlamente bleiben aber weiterhin am Drücker, wenn es um den Haushalt der jeweiligen Gemeinde geht.

In Grebenhain wiederum sind zwei Kandidaten ins Rennen um den Amtssitz im Rathaus gegangen. Sebastian Stang (parteilos) leitet seit sechs Jahren die Verwaltungsgeschäfte, er ist 42 Jahre alt. Herausforderer ist Frank Caspar, der 49 Jahre alte Bauingenieur tritt als Unabhängiger an, unterstützt von SPD, CDU und UBG.

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